Muslime feiern gemeinsam das Ende des Ramadan

Erstes Fastenbrechen in der neuen Moschee

Rund 140 Gläubige trafen sich zum Festgebet in der neuen Moschee. - Foto: Fakhro
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Rund 140 Gläubige trafen sich zum Festgebet in der neuen Moschee.

Wildeshausen - Nach rund neun Monaten Bauzeit konnten die Mitglieder der muslimischen Gemeinde in Wildeshausen am Sonntag erstmalig das Fastenbrechen in ihrer neuen Moschee feiern. Die ehemalige Gewerbehalle an der Düngstruper Straße ist zu großen Teilen fertig, es fehlen allerdings noch der Teppich und einige Wandverzierungen. Das hielt aber rund 140 Personen aus dem gesamten Landkreis Oldenburg nicht davon ab, um 9 Uhr zusammenzukommen und das gemeinsame Festgebet zu sprechen.

Wie berichtet hat der Verein „Bildung und Sport“, ein Zusammenschluss liberaler Muslime in Wildeshausen, die Halle gepachtet und mit den umfangreichen Umbauten begonnen. So wurden eine Kuppel ins Dach gesetzt, Fensteröffnungen in die Wand geschnitten und das komplette Innere neu gestaltet.

Zu großen Teilen in Eigenarbeit und durch Spenden der Gläubigen entstand eine 280 Quadratmeter große Moschee, die noch um Büro und Sanitärräume erweitert werden soll. Dieses Projekt wurde gerade vom Stadtrat genehmigt.

Zur Ansprache des Imams Adnan Fakhro wurde es im Gebäude richtig eng, weil so viele Gläubige da waren. Die auf Arabisch gehaltene Rede wurde gleichzeitig per Beamer auf Deutsch und Türkisch übersetzt an die Wand projiziert. So zitierte Fakhro den Koran, in dem es heißt: „Verteile Nahrung, begrüße die Menschen, erhalte die verwandtschaftlichen Beziehungen aufrecht, verrichte Gebete in der Nacht, während die Menschen schlafen, und du wirst das Paradies unbestraft betreten.“

Tag der offenen Moschee am 3. Oktober

Im Rahmen des Zuckerfestes ist es üblich, nach der Andacht die Eltern oder Schwiegereltern zu besuchen und die Kinder zu beschenken. Während des 29-tägigen Fastenmonats Ramadan hatten sich die Gläubigen jeden Tag in ihrem neuen Zentrum zum Nachtgebet getroffen und dort Süßigkeiten genossen. Nun dürfen alle Muslime wieder zu allen Zeiten Speisen zu sich nehmen.

Da das Gotteshaus noch nicht ganz fertig ist, wollen die Mitglieder der Gemeinde am Tag der offenen Moschee am 3. Oktober ihre Türen öffnen, um den Wildeshausern die Räume zu zeigen. „Es gab deutlich mehr zu tun als gedacht“, berichtet Mohamad Fakhro von der muslimischen Gemeinde über die vergangenen Monate. „Es zeigt sich aber schon jetzt, dass wir eine wichtige Anlaufstelle für die Muslime in der Region geworden sind.“ 

dr

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