Erstes Café im Remter mit über 80 Besuchern/Quote bis Januar verdoppelt?

Wildeshauser heißen Flüchtlinge willkommen

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Pastorin Beatrix Konukiewitz (l.) und Zainab Zein (r.) begrüßten die Gäste auf deutsch und arabisch.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die 80 Stühle im Remter der Alexanderkirche waren schnell besetzt, sodass neue hereingeholt werden mussten. Das erste Wildeshauser „Café Willkommen“ für Einheimische und Flüchtlinge stieß am Mittwoch auf eine überwältigende Resonanz.

Wildeshausen ist bereits bunt, bevor die großen Flüchtlingszahlen in die Stadt kommen. Das zeigte sich anhand der verschiedenen Gewänder, Kopftücher, Sprachen und Gesten. Die Gäste mit Migrationshintergrund kamen aus Syrien, dem Irak und der Türkei. Manche sind schon länger hier, andere leben erst seit wenigen Tagen in der Kreisstadt und warten auf einen positiven Asylbescheid, Platz in einer Wohnung oder eine Arbeitsstelle.

Die Initiative „Willkommen – Miteinander in Wildeshausen“ hatte zusammen mit der evangelisch-lutherischen und der katholischen Kirchengemeinde zum zwanglosen Austausch eingeladen. „Wir hätten nicht gedacht, dass uns die Stühle ausgehen“, freute sich Pastorin Beatrix Konukiewitz. „Diesmal haben wir den Kuchen gebacken. In der Zukunft hoffen wir auf tatkräftige Mithilfe.“ Ihre Worte wurden von Zainab Zein, einer gebürtigen Libanesin, die schon viele Jahre in Deutschland lebt, übersetzt. So erfuhren die Kinder ganz schnell, dass Mitglieder der katholischen Jugend Spielangebote für sie vorbereitet hatten.

Bei der Premiere war auch Bürgermeister Jens Kuraschinski dabei. „Ich bin überwältigt, dass hier so viele Ehrenamtliche mithelfen“, sagte er. „Toll, dass Sie das so unterstützen.“

Auf die Stadt kommen nach seinen Angaben schwierige Zeiten zu. Offenbar hat der Landkreis schon angekündigt, dass die bisherige Quote von Flüchtlingen wohl verdoppelt wird. Dann würden etwa 220 Menschen bis Ende Januar in die Wittekindstadt ziehen. Aus diesem Grund wird die Turnhalle an der Hunteschule nun als Notunterkunft vorbereitet (siehe Bericht unten).

Spätestens ab dem 1. November möchte Kuraschinski eine Kraft in der Verwaltung für die Koordination der Angebote haben, zudem kann er sich auf Hilfe von vielen Seiten stützen. So hat die Mittelstandsvereinigung Wildeshausen schon angeboten, Flüchtlinge in Praktika aufzunehmen. Auch der Seniorenbeirat möchte sich in Zukunft für die neuen Mitbürger engagieren.

willkommen-in-wildeshausen.de

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