Erster Versuch scheiterte 2012/Verwaltung schlägt Gebiet am Klärwerk vor

Freilauffläche für Hunde – Stadt wagt neuen Anlauf

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Toben im Umfeld des Klärwerks bald Hunde?

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Aufgrund mehrfacher Anfragen von Bürgern strebt die Stadt Wildeshausen die Einrichtung einer Hundefreilauffläche an. Damit unternimmt sie einen neuen Anlauf, denn schon 2012 sprach sich der damalige Bürgermeister Kian Shahidi für einen solchen Platz aus, aber der Rat entschied sich mehrheitlich dagegen.

Damals kam der Antrag von Ratsfrau Kreszentia Flauger (Linke), nun kommt er von der Verwaltung selbst. Die Thematik sollte aufgegriffen und positiv begleitet werden, heißt es in der Vorlage für die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, der sich am Donnerstag, 1. Oktober, ab 18.15 Uhr im Stadthaus mit dem Projekt beschäftigen wird.

Die Verwaltung schlägt vor, dass der Rat die Stadt beauftragt, eine geeignete Fläche zu finden. Dabei hat man im Stadthaus schon ein Areal im Auge – und zwar das Gebiet westlich des Klärwerks, in dessen Nähe auch der Bau eines Tierheims geplant war.

Die Fläche an der B213 wird zurzeit nicht landwirtschaftlich genutzt und liegt direkt an der Hunte. Einige Hundebesitzer nutzen schon jetzt die unbefestigten Wege am Rande des Gebiets für Spaziergänge mit ihrem Haustier. Sollte der Rat der Verwaltung den Prüfauftrag erteilen, müssten rechtliche Rahmenbedingungen und Kosten durch die Verwaltung ermittelt werden, bevor die Politik abschließend über die Einrichtung eines solchen Platzes entscheiden könnte.

Die Fläche neben dem Klärwerk sei auch vor drei Jahren schon im Gespräch gewesen, erinnert sich Flauger. „Ich freue mich, wenn das jetzt klappen sollte. Besser spät als nie.“

Der Vorteil einer solchen Einrichtung wäre in ihren Augen, dass die Hunde, die sonst überwiegend an der Leine laufen müssten, einen Platz hätten, auf dem sie auch mal rumtoben könnten. „Und für die Besitzer wäre das eine schöne Begegnungsstätte“, ergänzt die Linken-Politikerin.

Damals hatte die Mehrheit der Politiker das anders gesehen. Hundehalter könnten gerne privat Flächen anmieten; eine Aufgabe der Stadt sei das keineswegs, war zum Beispiel der Tenor von Traute Sandkuhl (Grüne). Allein schon, Gebiete auf Eignung zu prüfen, hatte die Mehrheit damals ausgeschlagen.

Bleibt abzuwarten, wie der neue Anlauf vorankommt. Wenn die feinen Nasen der Hunde (und die weniger feinen ihrer Besitzer) sich nicht vom Geruch des Klärwerks und dem Lärm der Bundesstraße abschrecken lassen, könnten auf dem Feld bald viele Hunde umhertoben.

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