Fertigstellung im April geplant / Kinder werden ab Sommer 2021 betreut

Erster Spatenstich für neue Kita

Symbolischer Spatenstich: Bürgermeister Jens Kuraschinski, Baudezernent Manfred Meyer, Architekt Detlef Kietzmann und Renke Kleen (v. r.) vom Generalunternehmer. 
Foto: bor
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Symbolischer Spatenstich: Bürgermeister Jens Kuraschinski, Baudezernent Manfred Meyer, Architekt Detlef Kietzmann und Renke Kleen (v. r.) vom Generalunternehmer. Foto: bor

Wildeshausen – Der erste Spatenstich für die neue Kindertagesstätte Weizenstraße im Neubaugebiet „Vor Bargloy“ in Wildeshausen ist am Dienstagvormittag erfolgt. Das Gebäude soll im April 2021 fertiggestellt sein, sodass Eltern ihre Kinder ab Sommer 2021 in die Einrichtung schicken können. Die Kita hat zwei Kindergartengruppen mit je 25 Plätzen und eine Krippengruppe mit 15 Plätzen. Und die werden alle gebraucht, denn schon seit Jahren gibt es eine Warteliste für die Kinder der Kreisstadt. „Das ist ein wichtiges Projekt, das unsere Zukunft betrifft“, sagte Bürgermeister Jens Kuraschinski beim Pressetermin zum Spatenstich .

Die reinen Baukosten betragen 2,6 Millionen Euro. Mit Ausstattung, Gestaltung der Außenanlagen und der Ingenieursleistung werden für die neue Kita 3,34 Millionen Euro fällig. Der Landkreis bezuschusst den Bau mit 201 500 Euro. Das Land fördert das Vorhaben ebenfalls mit mindestens 18 000 Euro, weitere Mittel sind beantragt.

Das eingeschossige Gebäude wird eine Nutzfläche von 753 Quadratmetern haben und über Bewegungsraum, Cafeteria und Co. verfügen. Der Zugang erfolgt über den Haupteingang an der Weizenstraße, aber die Krippenkinder erhalten eine separate Tür. Die Räume sind mit einer Akustikdecke ausgestattet. Wenn es zu warm wird, soll ein außen liegender, manuell steuerbarer Sonnenschutz Abhilfe schaffen.

Das Gebäude auf dem 4 258 Quadratmeter großen Grundstück ist so angelegt, dass die Mädchen und Jungen großzügige Spielmöglichkeiten im Außenbereich haben. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, die Kita baulich so zu erweitern, dass zwei zusätzliche Gruppen untergebracht werden können. Die Haustechnik ist auch dementsprechend ausgelegt.

Architekt Detlef Kietzmann aus Prinzhöfte hat sich zudem Gedanken um die Energieeinsparung gemacht und plant Tiefenpumpen, mit denen Grundwasser an die Oberfläche befördert wird. Mittels einer Wärmepumpe wird Energie aus dem etwa 15 Grad warmen Wasser gewonnen. „So wie ein umgekehrter Kühlschrank“, erklärt der Architekt das Prinzip. Die Wärme wird über eine Fußbodenheizung abgegeben. Allerdings benötigt die Pumpe Strom. Hier soll eine Fotovoltaikanlage Abhilfe schaffen, sodass letztlich nur ein Drittel der Energie von außen zugeführt werden muss. Generalunternehmer ist die Alfred-Doepker-Projektgesellschaft aus Oldenburg. „Die ausführenden Bauunternehmen kommen überwiegend aus der Region“, so die Stadtverwaltung.

Eigentlich sollte die neue Kita nur 2,1 Millionen Euro kosten, aber bei der Ausschreibung waren die Oldenburger die günstigsten. In der Politik war der Bau auch deswegen umstritten. In einer Mitteilung kritisiert der Piraten-Ratsherr Uwe Bock zudem, dass die Lage an der Entlastungsstraße schlecht gewählt sei. Diese soll irgendwann in Ergänzung des viel befahrenen Westrings die Visbeker und die Ahlhorner Straße miteinander verbinden. „Gut, dass die Entlastungsstraße erst in zehn bis 15 Jahren fertiggestellt sein wird. Und die Mängel werden erst dann sichtbar, wenn sich alle Verantwortlichen schon längst in Pension befinden“, so der Ratsherr sarkastisch. Er hätte sich einen anderen Standort gewünscht.

Von Ove Bornholt

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