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Erster Schritt zur Eisengießerei in Wildeshausen

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Von: Dierk Rohdenburg

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Freifläche vor Hydrotec: Dort soll schon bald eine Eisengießerei errichtet werden.
Freifläche vor Hydrotec: Dort soll schon bald eine Eisengießerei errichtet werden. © dr

Wildeshausen – Die Wildeshauser Firma Hydrotec möchte ihre Produktion zum Teil aus anderen Ländern an den Standort in der Kreisstadt verlagern. Dazu beabsichtigt das Unternehmen, auf einem etwa 2,1 Hektar großen Grundstück an der Düngstruper Straße eine Eisengießerei – hauptsächlich für Teile aus dem Bereich der Entwässerung – zu errichten.

Die Fläche befindet sich bereits im Eigentum des Unternehmens, und der Bauausschuss gab vor wenigen Tagen die grundsätzliche Empfehlung, den Bebauungsplan zu ändern.

Weil die Erweiterung des Betriebes auf einer derzeit landwirtschaftlich genutzten Fläche erfolgen soll, die bereits als Vorratsfläche für Gewerbe eingetragen ist, dürfte die Änderung der Nutzung nach Einschätzung von Planer Thomas Aufleger nicht problematisch werden.

Neue Ampel für den Südring?

Das sahen auch die Ausschussmitglieder so. Sie wollen aber erreichen, dass zwei Aspekte genauer betrachtet werden, bevor Hydrotec eine Baugenehmigung erhält. Wichtig ist dem Gremium, dass ein Verkehrsgutachten die Auswirkungen durch Lieferverkehr sowie rund 80 neue Mitarbeiter am Produktionsstandort ermittelt. Das soll auf Antrag von Ulli Kramer (CDU) bis hin zur Ecke Düngstruper Straße/Ottostraße geschehen. Zudem soll geklärt werden, ob nicht im Kreuzungsbereich von Düngstruper Straße und Südring die Installation einer Ampelanlage erforderlich sein wird. Der fraktionslose Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff wollte das in einen städtebaulichen Vertrag eingearbeitet wissen. Das wiederum, so Aufleger, müsse dann aber gesondert verhandelt werden.

„Ich glaube, wir werden dort eine neue Ampel installieren müssen“, so Jens-Peter Hennken (CDW), dem es allerdings auch sehr wichtig war, dass auf dem Dach der neuen Eisengießerei eine Fotovoltaikanlage installiert wird. „Das passt mit der geplanten Dachbegrünung gut zusammen“, so der Ratsherr. „Wir sollten das in jedem Fall ansprechen.“ Zustimmung erhielt Hennken durch Oliver Klär (Grüne), der wissen wollte, warum die Stadt einen Angebotsbebauungsplan erstellen muss. Das sei der Fall, weil die Firma Hydrotec noch keinen entsprechenden Antrag gestellt habe, so Aufleger. Klar ist aber schon jetzt, dass sich der Bauherr vertraglich zur Kostenübernahme verpflichtet hat.  

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