Erster Jahrgang der vor 50 Jahren gegründeten mittleren Handelsschule feiert Wiedersehen und runden Geburtstag

„Damals war noch alles anders“

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19 Ehemalige der mittleren Handelsschule kamen am Sonnabend zu einem Wiedersehen zusammen.

Wildeshausen - Groß war am Sonnabend die Wiedersehensfreude bei den ehemaligen Schülern des ersten Jahrganges der mittleren Handelsschule, die 1965 in Wildeshausen eingeführt worden war. Passenderweise hatten die Organisatoren Heinz Kathmann, Erwin Bögershausen und Ruth Pöppelow in die BBS an der Feldstraße eingeladen. Denn dort drückten die 19 Teilnehmer einst die Schulbank.

„Damals war noch alles anders. Nach der Volksschule, die heute der Realschule gleicht, ging man zur mittleren Handelsschule“, erzählte Kathmann. Neben dem Unterricht in Stenographie, an der Schreibmaschine, in Buchführung und Betriebswirtschaftslehre erinnerte sich die Gruppe besonders gerne an eine Fahrt nach Berlin. „Die Großstadt war für uns Dörflinge besonders beeindruckend“, sagte Kathmann. Vermittelt wurde den Schülern damals auch Wirtschaftsenglisch. „Den Unterricht hielt Schuldirektor Wilfried Bonke“, erzählten die aus Wildeshausen, Visbek, Goldenstedt, Wilhelmshaven und Hannover kommenden ehemaligen Schüler. Die weiteste Anreise hatte Pöppelow, die zu diesem Jubiläumstreffen extra aus München angereist war.

Die im Jahr 1965 gegründete Handelsschule sei vor allem für die damaligen Jugendlichen aus den umliegenden Ortschaften wie Visbek und Goldenstedt ein Glück gewesen. Denn wenn diese Schule nicht gegründet worden wäre, hätten einige nach Lohne oder Delmenhorst fahren müssen. 1974 wurde zudem die höhere Handelsschule gegründet. Während die mittlere Handelsschule zwei Jahre besucht werden musste, hatten Schüler, die in einen kaufmännischen Beruf einsteigen wollten, nun die Möglichkeit, auf die einjährige höhere Handelsschule zu gehen.

So haben sich die BBS mit ihren Zweigen bis heute immer weiter entwickelt und auch mit An- sowie Umbaumaßnahmen angepasst. Das was früher der Schreibmaschinenunterricht war, nennt sich heute Textverarbeitung, und buchhalterische Aufgaben werden nicht mehr per Hand, sondern mit einem Computerprogramm gelehrt.

Der heutige Schulleiter Gerhard Albers, der seit Mai 2006 die Berufsbildenden Schulen führt, war bei dem Treffen ebenfalls dabei und war stolz auf die Entwicklung der Einrichtung, zu der mittlerweile das berufliche Gymnasium sowie die Fachschulen Technik, Altenpflege und Metallbau zählen. Insgesamt besuchen rund 2000 Schüler die BBS.

Der erste Jahrgang der mittleren Handelsschule feierte am Sonnabend sein Jubiläum und den 50. Geburtstag der Schule. Doch bei den BBS stehen noch mehr besondere Anlässe an. So besteht die Fachschule Technik seit 50 Jahren und die Berufsfachschule Altenpflege seit 20 Jahren. Wie und ob die Jubiläen gefeiert werden, steht allerdings noch nicht fest.

jb

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