80 Teilnehmer konkretisieren Themenschwerpunkte

Erste Stadtkonferenz stellt Weichen für Wildeshausen

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An Stellwänden konnten die Teilnehmer verdeutlichen, welche Themen ihnen besonders wichtig sind.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Kreisstadt auf dem Weg zum Masterplan – so könnte das Motto von „Wildeshausen 2030“ heißen. Damit sollen wichtige Eckpfeiler für die Stadtentwicklung gesetzt werden, die es ermöglichen, leichter Fördergelder zu erhalten und langfristige Perspektiven zu eröffnen. Jeder soll wissen, wohin die Stadt möchte und wie man sich einbringen kann.

Engagieren konnten sich die Bürger bereits am Mittwochabend im Rahmen der ersten Stadtkonferenz im historischen Rathaus. Rund 80 Personen waren gekommen. Die meisten von ihnen allerdings aus Politik und Verbänden, die sich ohnehin intensiv Gedanken zur Stadtentwicklung machen. Bürgermeister Jens Kuraschinski, Initiator von „Wildeshausen 2030“, begrüßte die Teilnehmer.

Quartier-Workshops sind geplant

Das gesamte Projekt wird durch das Büro Ackers und Partner aus Braunschweig betreut und angeleitet. Walter Ackers, Sandra Morese sowie Christina Kuczyk haben die Arbeit der sieben Wildeshauser Expertengruppen ausgewertet, die Ziele für die zukünftige Entwicklung der Kreisstadt formuliert hatten. Sie setzten nun fünf Themenschwerpunkte, zu denen die Teilnehmer der Stadtkonferenz Stellung beziehen konnten. Mit Farbpunkten wurde die Wichtigkeit der jeweiligen Zielformulierungen gekennzeichnet, zudem gab es die Möglichkeit, eigene Ergänzungen anzupinnen.

Die Ergebnisse dieser Abfrage werden nun ausgewertet und während einer zweiten Stadtkonferenz vorgestellt. Es sind zudem Quartier-Workshops geplant, in denen es ganz konkret um bestimmte Stadtbereiche geht.

In seiner Einführung lobte Ackers die Stadt und ihre Bürger. „Es gibt hier gar nicht so viele Schwächen“, führte er aus. „Zudem fällt auf, dass die Wildeshauser ihre Heimat sehr positiv sehen.“

Walter Ackers, Christina Kuczyk, Sandra Morese, Jens Kuraschinski und Daniela Baron (Stadtmarketing, v.l.) bei der Stadtkonferenz.

Ein wesentlicher Themenbereich des Rahmenplans soll „Wohnen und Bildung“ sein. Konkret geht es um Entwicklungen im Bestand, Baulandreserven und die Frage, wo Schulstandorte und Kindertagesstätten sinnvoll sind. Der Themenbereich Tourismus und Kultur soll sich mit einem schärferen Profil der Kreisstadt befassen, das auf die vorhandenen Freizeitschwerpunkte, Veranstaltungsangebote und prähistorischen Gegebenheiten aufbaut. Weitere wichtige Baustellen sind Einzelhandel und Innenstadt und die Frage, wie die Nahversorgung im Stadtsüden gesichert werden kann. Desweiteren geht es um die Frage, wo Gewerbe angesiedelt wird und welche Schwerpunkte gesetzt werden sollen. Auch wichtig: Der Verkehr muss besser in die Stadt integriert werden.

Ein Ende der Arbeit ist im kommenden Jahr zu erwarten. Der Rahmenplan muss letztendlich im Rat verabschiedet werden.

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