Silke Müller aus Wildeshausen

Erste Digitalbotschafterin in Niedersachsen

Ehrung für Silke Müller: Staatssekretär Stefan Muhle übergab der Wildeshauserin die Urkunde.
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Ehrung für Silke Müller: Staatssekretär Stefan Muhle übergab der Wildeshauserin die Urkunde.

Wildeshausen – Silke Müller aus Wildeshausen ist die erste Digitalbotschafterin in Niedersachsen.

Die 41-jährige Rektorin der Waldschule in Hatten erhielt diese ehrenvolle und -amtliche Auszeichnung von Staatssekretär Stefan Muhle aus dem Wirtschaftsministerium im Rahmen der Digitalkonferenz „Techtide“ in Hannover. Es handelt sich dabei um eine mehrtägige Veranstaltung, bei der Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bildung über Chancen und Risiken der Digitalisierung diskutieren.

Müller ist seit dem Beginn der „Techtide“ vor drei Jahren kuratierend im Planungsteam dabei und hat dafür gute Gründe: „Digital ist mittlerweile normal“, sagt sie. Keiner könne dem zunehmenden kulturellen Wandel durch die Digitalisierung in allen Bereichen unserer Gesellschaft ausweichen – und das sei auch nicht nötig, weil sie zwar viele Risiken, aber auch einige Chancen mit sich bringe. „Was nicht heißt, dass ich als Digitalbotschafterin nicht dafür plädiere, sorgsam mit den Möglichkeiten umzugehen“, so die Wildeshauserin.

Müller: Mein Job ist es, das Thema in den Blickpunkt zu rücken

Im Grundsatz, erklärt Müller, müsse sich die Gesellschaft darüber verständigen, wie sie in Zukunft miteinander leben wolle. Das reiche vom Einsatz von Pflegerobotern für ältere Menschen über die Verwendung von künstlicher Intelligenz bis hin zur Medienkompetenz von Kindern, aber auch Erwachsenen. „Mein Job ist es, das Thema in den Blickpunkt zu rücken“, betont die Rektorin. Es sei ihr Ziel, mit verschiedenen Akteuren zusammenzuarbeiten, um die Aspekte der Digitalisierung in die Öffentlichkeit bringen.

„Als Schulleiterin setze ich mich für ein friedvolles und demokratisches Miteinander in einer Kultur der Digitalität ein“, sagt Müller. Schulen bildeten die Schnittstelle zur Wissenschaft und Arbeitswelt. Die heutige Schülergeneration sei schon bald Arbeitnehmer oder gehe in die Forschung. „Deshalb sollten sich Bildung und Arbeitswelt verbinden. Niemand ist ausgeschlossen von der Digitalisierung“, fährt sie fort. Man könne die komplexen Herausforderungen der Zukunft nur meistern, wenn man gemeinsam daran arbeite.

Es müssen auch die Gefahren aufgezeigt werden

„Bildung ist der Anfang von allem“, sagt Müller. Dazu gehöre es auch, den Kindern den richtigen Umgang mit Digitalität zu vermitteln. „Viele Jungen und Mädchen geistern orientierungslos durch das Netz“, hat sie erfahren und nimmt das zum Anlass, auch die Gefahren zu thematisieren.

Dabei hilft es der Rektorin der Waldschule, dass die Einrichtung unter ihrer Leitung schon seit vielen Jahren Vorreiter für den Einsatz digitaler Technik im Alltag ist. Hier kann Müller die Chancen und Risiken von Digitalität zusammen mit den Kollegen ausloten und Rückschlüsse daraus ziehen, was sinnvoll und was gefährlich ist. „Am Ende geht es darum, den Nutzen zu nutzen“, fasst sie ihre Herangehensweise zusammen.

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