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Erst Untersuchung, dann Erschließung

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Von: Dierk Rohdenburg

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Grabung vor Bargloy: Vielleicht kann hier bald gebaut werden.
Grabung vor Bargloy: Vielleicht kann hier bald gebaut werden. © dr

Wildeshausen – Noch blüht auf der Fläche am Bargloyer Weg in Wildeshausen der Raps. Geerntet wird er jedoch nicht mehr, da sich durch das Gelände die Grabungskanäle der Prospektion aus dem vergangenen Jahr ziehen und schon bald ein Team anrückt, das in bestimmten Suchfeldern tiefer gehende archäologische Untersuchungen vornehmen wird.

Sollten in diesem Zusammenhang keine aufsehenerregenden Funde getätigt werden, kann die Stadt wohl spätestens Ende des Jahres mit der Erschließung des neuen Baugebietes beginnen.

Den Bebauungsplan hatte die Stadt bereits am 15. Juni vergangenen Jahres bekannt gemacht. Die Ersterschließung mit der Mohnstraße wurde im Juli geplant und sollte noch im Sommer ausgeschrieben werden. Die Hoffnung war damals, nach der Rapsernte die Prospektion vorzunehmen und dann schnellstmöglich mit der Erschließung beginnen zu können.

Im August und September erfolgte die erste archäologische Untersuchung des Gebietes. Es wurde zwar nur wenig gefunden, aber auf drei Teilflächen sind weitere Erdaufnahmen nötig. Sollten sich dort an den Rändern Funde zeigen, müssten die Areale auch noch vergrößert werden. Das Verfahren ist nicht ungewöhnlich, denn auch in den nebenanliegenden Gebieten wurden archäologische Funde gemacht.

Hans Ufferfilge, Pressesprecher der Stadt Wildeshausen, sprach im Januar von knapp 2,2 Hektar Grabungsfläche, die unter die Lupe genommen wird. Die Stadtverwaltung rechnet mit einer Untersuchungszeit von bis zu einem halben Jahr.

Erschließung erfolgt erst später

Danach dürfen die Bagger anrollen und die Kanalisation sowie die Straßen und Grundstücke vorbereiten. Erst, wenn die Erschließung läuft, kann die Stadt die Vermarktung vornehmen.

Längst überfällig ist auch ein weiteres Projekt in den Marschwiesen hinter der Kläranlage. Wie vor einem Jahr berichtet, waren Anfang 2020 auf einem rund 1,6 Hektar großen Marschwiesengebiet historische Scherben gefunden worden. Dort sollte eine Überschwemmungsfläche für die Hunte ausgekoffert werden.

Das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege sowie die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Oldenburg nahmen sich der Sache an, stoppten die Arbeiten und gaben eine Untersuchung in Auftrag, die die Notwendigkeit ergab, weitere Grabungen vorzunehmen. Diese sollten eigentlich schon im vergangenen Jahr über die Bühne gehen, werden aber nun erst dieses Jahr erledigt.

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