Erst prüfen, dann unterschreiben

Stadt und Landkreis arbeiten an Rückübertragung der Hunteschule

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Experten sollen prüfen, ob das Gebäude der Hunteschule an der Heemstraße unliebsame Überraschungen bereithält.

Wildeshausen - Vor dem Verkauf kommen die Schadstoffexperten in die Hunteschule an der Heemstraße in Wildeshausen. Wie berichtet, soll der Vertrag über die Rückübertragung der Liegenschaft vom Landkreis Oldenburg an die Stadt Wildeshausen bis zum 31. März unterschrieben werden. So sieht es der Kreistagsbeschluss vom 18. Dezember vor.

Zuvor sind aber noch einige Weichen zu stellen, wie Maik Ehlers, Leiter des Schulamtes des Landkreises, sowie Hans Ufferfilge, Fachbereichsleiter Bau bei der Stadt, erklären. So ist auch noch nicht ganz klar, welche Summe die Stadt genau zu überweisen hat. Entsprechend dem Kaufvertrag vom 18. Juli 2003 beträgt der Rückübertragungspreis für die Liegenschaft 500. 000 Euro zuzüglich einer Erstattung zwischenzeitlich vorgenommener Investitionen in Höhe von 128 117 Euro - somit 628 117 Euro.

Dazu dürften nach Einschätzung von Ehlers fünf Prozent der Kaufsumme zusätzlich als Grunderwerbssteuer kommen, da mit der Übertragung keine öffentliche Aufgabe übergeben wird. Das sieht Ufferfilge aktuell anders. „Es gibt Befreiungstatbestände“, hofft er darauf, die rund 33. 000 Euro an Steuerausgaben sparen zu können. Damals, so erinnert er sich, sei der Landkreis davon auch ausgenommen gewesen.

Der jetzt vorliegende Vertragsentwurf wurde von Ehlers gefertigt und befindet sich derzeit im Wildeshauser Stadthaus. Darin ist fixiert, was die Hunteschule an räumlichem Bedarf hat, wenn sie in die Liegenschaft der jetzigen St.-Peter-Schule zieht. Gefordert sind sechs allgemeine Unterrichtsräume, ein Musikraum, ein Gruppenraum, ein Lehrerzimmer, ein Rektor- und ein Konrektorbüro sowie Büros für das Sekretariat und die Schulsozialarbeit. Dazu kommen der Sanitärbereich sowie Fachunterrichtsräume für Kunst und Informatik zur Mitnutzung. Benötigt werden zudem Räume für Werken, Haus- und Naturwissenschaft sowie die Mittagsverpflegung.

Die Fertigstellung soll zum Schuljahr 2021/22 erfolgen. Viel eher dürften sämtliche baulichen Maßnahmen nach Einschätzung von Ufferfilge wohl auch nicht zu bewerkstelligen sein. „Wir müssen die Arbeiten schließlich einvernehmlich mit den Schulen durchführen“, so der Fachbereichsleiter. Allerdings gibt er in diesen Tagen zunächst die Schadstoffuntersuchung für die Hunteschulliegenschaft beim Bremer Umweltinstitut in Auftrag. Dazu gehören unter anderem Raumluftmessungen und Wischproben, die Aufschluss darüber geben sollen, ob in der Schule an der Heemstraße eine Belastung für die Grundschüler zu erwarten ist.

Das Gebäude wurde in den 1970er-Jahren erstellt. In dieser Zeit wurden oft Weichmacher in Dichtungen verwendet. Allerdings hatten Messungen in der Vergangenheit - bevor das Schulgebäude an den Landkreis übertragen wurde - keine nennenswerten Belastungen ergeben.  

dr

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