Wildeshausens DRK-Vorsitzender Michael Haake hat viel Pläne

Erst boostern, dann öffnen

Die Klappe ist zu: Die Kleiderkammer nimmt derzeit keine neuen Spenden an.
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Die Klappe ist zu: Die Kleiderkammer nimmt derzeit keine neuen Spenden an.

Wildeshausen – Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Oldenburg-Land, möchte unter dem neuen Ortsvorsitzenden in Wildeshausen, Michael Haake, sein Profil schärfen und das Aufgabenspektrum erweitern. Allerdings wird das nach Einschätzung von Haake erst dann richtig funktionieren, wenn sich die Corona-Lage entspannt.

Wichtig ist es für ihn, nicht nur die Großverpflegung in Wildeshausen zu haben, sondern auch eine Gruppe für Technik und Sicherheit sowie einen größeren Sanitätsdienst. Außerdem möchte Haake die Jugendarbeit wieder stärken. „Die Jugend ist unsere Zukunft“, sagt der Vorsitzende, der im Alter von 15 Jahren über das Jugendrotkreuz zum Sanitätsdienst gestoßen ist.

Die Bereitschaft in der Kreisstadt ist derzeit 15 Personen stark und sollte nach Möglichkeit erweitert werden. Haake möchte die Gruppen durch neue Mitglieder und die Jugendlichen aus dem Jugendrotkreuz mehr einbinden. „Was dort gemacht wird, ist schließlich interessant“, so der Vorsitzende. So könnten unter anderem Zelte aufgebaut und die Stromversorgung ebenso hergestellt werden, wie die Verpflegung von Einsatzkräften bei Unglücken sowie von Besuchern und/oder Helfern bei Festivals.

Michael Haake, Vorsitzender des Rotes Kreuzes.

Vor wenigen Tagen haben die Retter von der Volksbank Oldenburg Land 1 000 Euro bekommen, um ein mobiles Hygieneboard mit Wasserzu- und -abfluss sowie Desinfektionsmöglichkeiten zu kaufen. „Darüber freuen wir uns sehr“, so Haake.

Kleiderkammer soll bald wieder öffnen

Die größte Außenwirkung hat das Rote Kreuz in Wildeshausen derzeit über die Kleiderkammer im Gebäude am Bahnhof. Seit vielen Jahren stellt die Organisation hier bedürftigen Menschen aus der Kreisstadt und Umgebung kostengünstig Kleidung zur Verfügung. Aktuell ist die Kammer aber aufgrund der Corona-Fallzahlen geschlossen. Deshalb können auch bis mindestens 6. Januar keine Spenden über die Klappe angenommen werden.

„Wir hoffen, dass wir bald wieder regulär für unsere Kunden öffnen können“, sagt Haake. Bis dahin sollen nach Möglichkeit alle beteiligten Frauen ihre Auffrischungsimpfung gegen Corona erhalten haben. „Das ist wichtig, weil es viele unserer Besucher nicht gewohnt sind, Abstände und strenge Hygieneregeln einzuhalten“, so der DRK-Vorsitzende. Auch die Befolgung des Maskengebotes sei für manche Kunden nicht selbstverständlich. Da aber die meisten Mitarbeiterinnen über 60 Jahre alt sind, seien sie besonders gefährdet. Haake möchte die Kleiderkammer schon allein deshalb wieder öffnen, weil wieder zunehmend schon lange in Wildeshausen lebende Menschen kommen. „Wir freuen uns, dass die Resonanz größer geworden ist“, sagt der Vorsitzende. Eben diese Personengruppe sei wegen Corona und sehr vielen Menschen, die sich nur ungenügend an die Regeln gehalten hätten, weggeblieben, finden aber nun wieder den Weg zur Kleiderkammer.  

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