Erst beim Kramermarkt, dann Oktoberfest

Spielmannszug in Gilde-Uniform und bayerischer Trachtenkleidung

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Na, dann mal Prost! „Brasserie“-Wirt Stefan Thuns versorgte die Musiker mit Kaltgetränken.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. „Ja, ist denn schon wieder Gildefest?“ mag manch einer gedacht haben, als am Sonntagvormittag das Wildeshausen-Lied auf der Westerstraße erklang. Nein, es handelte sich um das Oktoberfest, zu dem „Brasserie“-Wirt Stefan Thuns den Spielmannszug Wildeshausen gebucht hatte. Selbstverständlich intonierten die Musiker auch die Melodien, die zu Pfingsten überall zu hören sind.

Dennoch: Den Spielmannszug erkannte man um 11 Uhr vor dem Lokal nicht auf den ersten Blick. Die Frauen und Männer trugen nämlich kariertes Hemd, Weste, Lederhose sowie zünftiges Schuhwerk –  so wie es bei traditionellen Bayern halt üblich ist.

„Wir sind mit 22 Leuten hier“, berichtete Tambourmajor Jens Hoffmann. „Und das nach einem harten Marsch beim Kramermarkt in Oldenburg.“ Für den Umzug hatten sich die Beat & Brassband Wildeshausen sowie der Spielmannszug nach rund 30 Jahren erstmals wieder beworben. Nicht jeder darf dort mitmarschieren, doch die Wildeshauser Spielleute hatten sofort die Zusage bekommen, da sie ankündigten, in der Gilde-Uniform aufmarschieren zu wollen. Rund fünf Kilometer mussten sie musizierend zurücklegen – und hatten dabei nach eigenen Aussagen recht viel Glück. 

Unter der Leitung von Tambourmajor Jens Hoffmann (l.) spielten die Musiker vor der „Brasserie“ in Wildeshausen.

„So richtig zu regnen begann es erst gegen Ende des Marsches“, erzählte Fred Wachsmann. Bei den Einheimischen und den vielen Besuchern, die die Straßen säumten, kamen die Oldenburger Farben der Spielleute sehr gut an. 29 Musiker waren diesmal dabei und warben so auch für die Kreisstadt Wildeshausen.

Einen Tag später fanden sich die meisten von ihnen dann vor der „Brasserie“ ein und genossen, dass diesmal die Sonne schien. Während die Gäste bayerische Speisen, unter anderem Haxen, genossen, gab es für die Musiker Kaltgetränke. Manch einem schmeckte das Bier schon am Vormittag.

Die „Brasserie“ lädt übrigens für heute Abend zu einer Oldie-Nacht ein. Ab 20 Uhr steigen „The (G)Oldies“ auf die Bühne. Franz kleine Holthaus (Gitarre Mundharmonika und Gesang), Achim Bütow (Gitarre und Gesang), Helmut „Eddy“ Ostendorf (Schlagzeug) und Joachim „Dejo“ Decker (Percussion und Gesang) spielen in den Tag der deutschen Einheit hinein. Die Band hat sich der Musik der 60er- bis 80er-Jahre verschrieben. Die Auftritts-Gage spendet die Gruppe der Honduras-Hilfe. dr

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