Erschöpfte Menschen in der Erstaufnahme /Professionelle Vorbereitung

Erster Bus mit Flüchtlingen kommt um 16.15 Uhr an

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Vom Bus ging es mit Sack und Pack im Regen zur Erstaufnahme, wo die Flüchtlinge versorgt wurden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Um 16.15 Uhr kamen die ersten 50 Flüchtlinge aus Bramsche am Freitag mit dem Bus in Wildeshausen an. Dort waren die Sporthalle des Gymnasiums und weitere Funktionsräume innerhalb weniger Stunden zu einer Notunterkunft vorbereitet worden. Die Mensa der benachbarten Hauptschule wurde zur Essensausgabe, im Musiktrakt gab es die Erstaufnahme mit Gesundheits-Check.

Unter den Ankömmlingen waren einige alte Menschen und Kinder sowie Familien. Sie alle hatten wenig Gepäck dabei und waren von der langen Flucht gezeichnet. Geduldig sammelten sie sich in der Erstaufnahme, wo sie registriert und von einem Arzt untersucht wurden. Dort gab es auch Getränke und Obst und einige Übersetzer, die ihre Dienste anboten. Für den späten Abend wurde ein weiterer Bus erwartet, der direkt aus Passau kam.

Am Freitagvormittag hatten die Helfer die gesamte Halle mit Laminat ausgelegt. Lehrer des Gymnasiums und zwei Dutzend Schüler halfen in der fünften Stunde spontan, die Liegen aufzustellen und Absperrungen zu errichten. Unterdessen hatten die Profis viel zu tun. Roman Kaminski von den Maltesern teilt Trupps ein, die die drei verschiedenen Bereiche so vorbereiteten, dass die Flüchtlinge reibungslos aufgenommen werden können. Tischler versperrten unterdessen den Aufgang zu den Zuschauertribünen, damit niemand später von oben auf die zwei Areale mit jeweils 50 Betten sehen konnte.

Ein Sicherheitsdienst kontrollierte alle Räume, bei der Ankunft der Flüchtlinge war die Polizei vor Ort. Die Beamten beobachteten die Szenerie und mussten nicht eingreifen. Nur wenige Wildeshauser standen im Regen und sahen zu.

Flüchtlinge in Wildeshausen angekommen

Elektromeister Andreas Scholz war mit sieben Leuten schon seit Stunden vor Ort. „Wir betreuen die Halle auch sonst, doch das ist natürlich extrem“, sagt er. Am Donnerstagnachmittag erfuhr er, dass es einiges tun gibt. Ich habe dann alle Kunden angerufen und um Verständnis gebeten, dass wir Wichtigeres zu erledigen haben“, so Scholz. Am Freitag verlegte er Starkstromkabel, damit Waschmaschinen und Trockner angeschlossen werden können. Auch für die Telefone muss Strom fließen. Später wurden Fernseher installiert, die arabisches TV übertragen können.

Horst Strömer, Pressesprecher des Gymnasiums, rechnet nicht unbedingt damit, dass die Flüchtlinge nach den Herbstferien die Sporthalle schon wieder verlassen können. Aus diesem Grund ist geplant, den Sport der Schule im Forum und in der „Schulstraße“ sowie in einem weiteren Raum zu absolvieren.

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