Ausgleichsflächen gefunden

Eröffnet Autohof Wildeshausen-West schon 2022?

So könnte der Autohof bei der Abfahrt Wildeshausen-West aussehen: Das Hotel befindet sich über dem Tankshop. Grafik: Nanz-Gruppe
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So könnte der Autohof bei der Abfahrt Wildeshausen-West aussehen: Das Hotel befindet sich über dem Tankshop. Grafik: Nanz-Gruppe

Wildeshausen – Mit dem geplanten Industriegebiet Wildeshausen-West könnte es jetzt deutlich schneller vorangehen als ursprünglich gedacht. Wie Peter Hilken vom Projektentwickler Interrast auf Nachfrage mitteilte, ist nach langem Ringen die Frage der Ausgleichsflächen für den Waldabbau im Plangebiet weitgehend geklärt.

„Das hat eine Zeit gedauert. Jetzt bin ich aber sehr entspannt“, berichtete er. Im Gespräch mit den Niedersächsischen Landesforsten in Ahlhorn sowie der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Oldenburg sei es gelungen, 40 Hektar Flächen zu finden, die deutlich aufgewertet werden sollen. Weite Teile der im Besitz der Landesforsten befindlichen Areale liegen in der Gemeinde Großenkneten, manche aber auch im Gebiet der Stadt Wildeshausen, so Hilken. „Das umfangreiche Konzept ist noch nicht ganz fertiggestellt. Wir warten aber jeden Tag darauf, dass es bei uns vorliegt.“

Städtebaulicher Vertrag mit Wildeshausen vor dem Abschluss

Da es in den vergangenen Monaten eine enge Abstimmung mit dem Landkreis Oldenburg gegeben habe, sei nun auch kein Veto mehr zu erwarten, was die Änderung des Flächennutzungsplanes sowie die Aufstellung des Bebaungsplanes betrifft, meinte Hilken. Er hoffe, dass nun unter anderem der städtebauliche Vertrag mit Wildeshausen in der Bauausschusssitzung am 17. März beraten werden kann.

Wie berichtet, hatte die Stadt den Antrag auf Genehmigung der Flächennutzungsplanänderung im vergangenen Jahr noch einmal zurückgezogen, weil es Konkretisierungen wegen des Waldersatzes und des Artenschutzes geben musste. Nun soll der Antrag auf Planänderung aber demnächst beim Landkreis vorliegen. Parallel dazu bereitet die Stadt die Aufstellung des Bebauungsplanes vor.

33 Hektar Fläche werden bebaut

Die Nanz-Gruppe aus Süddeutschland möchte insgesamt 33 Hektar Fläche in Nähe der Autobahnabfahrt Wildeshausen-West von vier Privateigentümern erwerben. Die Verträge wurden bereits ausgearbeitet.

Hilken hofft, dass der Bebauungsplan noch in diesem Jahr rechtskräftig wird. Dann könnte die Firma Scheele damit beginnen, den ersten Sand abzutragen und auf bereits ausgewiesenen Flächen zwischenzulagern.

Sobald die Baugenehmigung für den Autohof vorliegt und die Kampfmittelräumung erfolgt ist, kann die Nanz-Gruppe mit dem Bau beginnen. Dieser soll im Bereich des kleinen Parkplatzes an der Ahlhorner Straße sowie auf den direkt dahinter liegenden Flächen des Campingplatzes entstehen. „Wenn wir in dem Gebiet nicht viele Rückstände aus dem Weltkrieg finden und schnell mit den Bauarbeiten starten, dann kann der Autohof bereits im Jahr 2022 in Betrieb gehen“, kündigte Hilken an. Eine achtmonatige Bauzeit sei realistisch, fügte er hinzu. „Und da die Erschließungsarbeiten für das dahinter liegende Gebiet parallel dazu laufen sollen, könnten die ersten Betriebe im Jahr 2023 auf die neuen Flächen ziehen.“

Unternehmen aus Wildeshausen haben Interesse

„Wir haben schon mit mehreren Bewerbern Verträge“, berichtete der Projektentwickler. Darunter seien Firmen aus Wildeshausen, wie Getränke Nordmann, die schnellstmöglich neue Flächen benötigen. Einerseits wollten sie sich vergrößern, andererseits legten sie Wert auf eine gute Infrastruktur.

Der Investor für das Industriegebiet Wildeshausen-West beabsichtigt, insgesamt 18 Millionen Euro zu investieren. „Wir versprechen uns etwas davon“, hatte Hilken das Investment im vergangenen Jahr in einer Sitzung des Bauausschusses angekündigt. Für hochwertige Autohöfe gäbe es einen Bedarf. „Die Stadt geht nicht ins Risiko“, versicherte er.

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