Annegret und Leo Kurth suchen Unterstützer / Pater Benno Friedrich feierlich verabschiedet

Erneute Hilfe für Kembisa im Kongo

So sahen die Kembisa-Kalender 1982 aus.

Wildeshausen – Viele Wildeshauser dürften noch den Kembisa-Kalender kennen, dessen Verkaufserlös der Patenschaft mit dem Ort Kembisa im afrikanischen Kongo zugutekam. 22 Jahre lang erschien dieser Kalender in der Vorweihnachtszeit. Ansprechpartner in Afrika war Pater Benno Friedrich aus dem Augustinerorden.

Die treibende Kraft aus dem Wildeshauser Gymnasium war das Lehrerehepaar Annegret und Leo Kurth, das bis heute Kontakt zu Pater Friedrich hält und seinen weiteren Lebensweg verfolgt. Die Kurths wollen nun nach ein paar Jahren Pause die Hilfe wieder aufleben zu lassen. Sie waren jetzt dabei, als der Geistliche, der bereits im Jahr 2006 aus dem Kongo zum Kloster in Germershausen in Untereichsfeld zurückgekehrt war, auch dieses verlassen hat und zu den Konventen in Berlin und Maria Eich stieß.

„Bei dieser Verabschiedung durften wir Bruder Peter Reinl kennenlernen“, berichtet Leo Kurth. „Er ist der für die Missionsstationen der Augustiner im Kongo zuständige Prokurator und verdeutlichte uns, dass aus der kleinen Schar kongolesischer Augustiner mittlerweile eine sehr große Gruppe geworden ist, die Bemerkenswertes auf die Beine gestellt hat und ganz im Dienst der Bevölkerung steht.“

Nach Kurths Einschätzung sind die Missionare dem Ziel deutlich näher gekommen, sich selbst überflüssig zu machen und den Stab an einheimische Kräfte abzugeben. Das Paar aus Wildeshausen erfuhr aber auch, dass in dem zweitärmsten Land der Welt weiterhin mehr als 70 Prozent der Bevölkerung in Armut leben. „Hunger und Hoffnungslosigkeit prägen das Leben vieler Kinder und ganzer Familien“, so Reinl in einem Spenderbrief. Deshalb hätten die Augustiner unter dem Leitsatz „Schule statt Kinderarbeit“ vor drei Jahren unter anderem mit dem Bau und Betrieb einer eigenen Schule begonnen. „Kinder aus der Umgebung, aber auch Jungen und Mädchen, die vor Krieg und Stammesfehden flüchten mussten, finden hier Freunde sowie fürsorgliche Erzieher“, schreibt Reinl.

„Wir haben beschlossen, dass wir weiter helfen wollen“, erklärt Leo Kurth nach dem Besuch der Augustiner in Berlin. „Vielleicht sind auch andere Menschen, eventuell ehemalige Schüler des Gymnasiums, bereit, eine ,Patenschaft Kembisa neu‘ zu unterstützen.“

Bisher haben die Wildeshauser einen Grundstock von 600 Euro an das Augustinus-Missionswerk schicken können. Es soll aber weiteres Geld folgen. Möglicherweise gibt es auch schon bald wieder Kembisa-Kalender oder Einsteck-Karten mit Informationen über die Kreisstadt, wie sie schon vor vielen Jahren zugunsten der Hilfe für den Kongo verkauft wurden. „Wir befinden uns in Gesprächen mit Unterstützern“, erzählt Kurth.

Wer helfen möchte, kann sich bei ihm unter Telefon 0172/4226528 melden. Spenden können mit dem Stichwort „Kembisa“ auf das Konto mit der IBAN DE20 7509 0300 0103  0151 22 überwiesen werden.  dr

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

„Bauernball“ im Gasthaus Hartje in Varrel

„Bauernball“ im Gasthaus Hartje in Varrel

Wie werde ich Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte/r?

Wie werde ich Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte/r?

Welche Art der Solarthermieanlage ist richtig?

Welche Art der Solarthermieanlage ist richtig?

Bäume auf Privatgrundstücken sind oft geschützt

Bäume auf Privatgrundstücken sind oft geschützt

Meistgelesene Artikel

Fachstellen Sucht schlagen Alarm

Fachstellen Sucht schlagen Alarm

Soll Harpstedt Stolpersteine bekommen?

Soll Harpstedt Stolpersteine bekommen?

Unheilbar krank: Warum ein Paar nach zehn Jahren Ehe jetzt kirchlich heiratet

Unheilbar krank: Warum ein Paar nach zehn Jahren Ehe jetzt kirchlich heiratet

Wind stößt Lastwagen von Straße - stundenlange Sperrung nötig

Wind stößt Lastwagen von Straße - stundenlange Sperrung nötig

Kommentare