Erneute Bewerbung um Qualitätssiegel

Zweckverband stellt Naturparkziele der Wildeshauser Geest der kommenden zehn Jahre vor

Ein schmaler Pfad, der zu einer Brücke führt.
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Die Erstellung von Premiumwanderwege soll unter anderem im neuen „Naturparkplan 2030“ weiter gefördert werden.

Der Zweckverband Wildeshauser Geest, zu dem unter anderem die Landkreise Oldenburg, Diepholz und Vechta mit insgesamt 14 Gemeinden gehören, plant die erneute Bewerbung des Naturparks zum „Qualitätsnaturpark“. Im Struktur- und Wirtschaftsausschuss am Dienstag stellte Geschäftsführer des Verbands Rolf Eilers den „Naturparkplan 2030“ vor, der die Entwicklungsziele der kommenden zehn Jahre beinhaltet.

  • Der Zweckverband stellt die Planungen für den Naturpark vor.
  • Dadurch soll die Wildeshauser Geest das Siegel „Qualitätsnaturpark“ behalten.
  • Der Landschaftsrahmenplan könne dazu als Planungsgrundlage dienen.

Landkreis – Der neue „Naturparkplan 2030“ soll besonders auf die vier Handlungsfelder Naturschutz und Landschaftspflege, Erholung und nachhaltiger Tourismus, Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Regionalentwicklung eingehen. Der Plan sieht unter anderem die Erstellung von Premiumwanderwegen, die Entwicklung eines neuen Internetportals sowie die Ausbildung qualifizierter Landschaftsführer vor.

„Qualitätsoffensive“ soll weitergehen

Im Dezember vergangenen Jahres stellte die FDP den Antrag auf Berichterstattung über die Inhalte des Entwicklungsprojektes, da der Naturschutz und die Landschaftspflege nicht im Zuständigkeitsbereich des Zweckverbandes, sondern bei den Landkreisen selbst liege. Ein neuer Naturparkplan sollte im Auftrag des Verbands erarbeitet werden, um die sogenannte „Qualitätsoffensive“ aufzugreifen. Diese hat der Verband Deutscher Naturparke mithilfe von Fördermitteln des Bundesumweltministeriums im Jahr 2005 gestartet. Der Naturpark „Wildeshauser Geest“ beteiligte sich an dieser Initiative und wurde 2015 als „Qualitätsnaturpark“ ausgezeichnet. Daraus resultierten wiederkehrende Verpflichtungen mit steigenden Anforderungen, denn eine Auszeichnung hat eine Gültigkeit von fünf Jahren. Um weiterhin das Qualitätssiegel tragen zu dürfen, müssen diverse Vorgaben in einem Kriterienkatalog erfüllt werden. Unter anderem sollen dabei 40 Prozent der Naturparkfläche ausgewiesene Schutzgebiete sein.

In der Wildeshauser Geest seien es jedoch knapp 29 Prozent, erklärte Eilers. Sonja Plate (CDU) stellte die Frage, ob dies eine Problematik darstelle und ob die Prozenthürde für den Landkreis überhaupt zu erfüllen sei. „In den Landkreisen Vechta und Diepholz ist die Situation nahezu identisch“, erläutert Eilers. „Dass wir auf keinen hohen Schutzgebietanteil kommen, ist aber ein Manko, das wir an anderer Stelle ausgleichen können.“ Die Kreistage seien dahingehend aufgefordert, „Pflöcke einzuschlagen“, so Eilers.

Der Naturpark Wildeshauser Geest erstreckt sich über mehrere Landkreise.

„Diese Schutzgebiete auszuweisen ist die Aufgabe der Kreistage“, erklärte Baudezernentin des Landkreises Eva-Maria Langfermann. „Es muss aber auch eine politische Stellung entwickelt werden, ob wir das auch wollen oder nicht.“ Auf Nachfrage von Marion Daniel (FDP), ob der Landschaftsrahmenplan auch als Planungsgrundlage gelte, um auf den hohen Prozentanteil zu kommen, erklärte Langfermann, dass er durchaus als fachliche Grundlage dienen könnte. Laut Eilers müssten dafür jedoch alle für den Landkreis Oldenburg darin gekennzeichneten schützenswerten, aber noch nicht geschützten Flächen ausgewiesen werden, damit der geforderte Prozentsatz erreicht werde.

Strategische Steuerung übernehmen Vertreter der Landkreise

Die Entwicklung des Naturparkplanes wurde durch eine Bürogemeinschaft bestehend aus der Freizeit- und Tourismusberatung „ift“, dem Büro für Landschaftsarchitektur „Hoff“ und dem Institut für Regionalmanagement begleitet. Diese hätten bereits die Pläne für die Naturparks „Sauerland-Rothaargebirge und „Schwalm-Nette“ betreut, so Eilers. Die strategische Steuerung des „Naturparkplan 2030“ übernehmen 14 verschiedene Vertreter aus den Gemeinden der drei betroffenen Landkreise sowie Vertreter aus der Landwirtschaft, Wirtschaftsförderung, Regionalentwicklung, Umweltbildung, Naturschutz, Touristik und Forstwirtschaft.

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