Erneut Motorradfahrer ums Leben gekommen

Todesstrecke Glaner Straße

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Der Fahrer des Autos übersah beim Abbiegen den Motorradfahrer auf der Glaner Straße.

Wildeshausen - Erneuter tödlicher Motorradunfall auf der Glaner Straße in Wildeshausen. Wie berichtet, wollte am Sonnabend um 17.34 Uhr ein 33-jähriger Autofahrer auf der K242 aus Huntlosen kommend nach links auf die K 341 in Richtung Dötlingen abbiegen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei übersah er dabei einen entgegenkommenden 58-jährigen Motorradfahrer. Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Der Motorradfahrer wurde dabei tödlich verletzt, beide Fahrzeuge hatten nur noch Schrottwert.

Es ist nicht der erste tödliche Motorradunfall in diesem Jahr auf der Strecke. Zudem gab es auch in den vergangenen Jahren immer wieder schwerste Unfälle auf der Glaner Straße – sehr oft mit Motorrädern. Weite Teile der Route lassen Tempo 100 zu, offenbar unterschätzen Auto- und Motorradfahrer lang gezogene Kurven oder beim Abbiegen die Geschwindigkeit von nachfolgenden oder entgegenkommenden Fahrzeugen.

So kam es vor gerade mal zwei Monaten auf der Strecke ebenfalls zu einem tödlichen Motorradunfall. Am 28. Juni war ein 25-jähriger Mann mit einem Pritschenwagen auf der Kreisstraße in Richtung Huntlosen unterwegs gewesen und wollte nach links in Richtung Heinefelde abbiegen. Ein ihm nachfolgender 31-jähriger Motorradfahrer konnte trotz eines Bremsmanövers den Zusammenstoß nicht mehr verhindern und verstarb an der Unfallstelle.

Wenige Wochen später, am 20. Juli, kam es zu einem schweren Unfall auf der Glaner Straße in Richtung Wildeshausen, als ein 76-jähriger Autofahrer auf Höhe Spascher Sand zum Überholen ansetzte und frontal mit einem entgegenkommenden 48-Jährigen in einem Pritschenwagen kollidierte. Ein auf der Pritsche verladener Traktorreifen fiel herunter und schlug in die Windschutzscheibe eines nachfolgenden Wagens ein. An allen Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden, in diesem Fall wurden die Beteiligten jedoch nicht lebensgefährlich verletzt.

Die Anwohner der Ortschaft Glane fordern in bestimmten Bereichen schon lange Tempo 70, weil sich dort immer wieder Unfälle ereignen, bei denen Autos oder Motorräder gegen Bäume prallen oder im Kurvenbereich in den Gärten landen. Die Statistik hat jedoch nach Polizeiangaben keine deutlich erhöhte Zahl von Unfällen ergeben, die eine Geschwindigkeitsreduzierung rechtfertigen würde. Schockierend ist wohl auch nicht die Zahl der Unfälle, sondern die dramatischen Folgen, denn bei der Kollision mit Motorradfahrern sind in der Regel schwerste Verletzungen zu beklagen.

dr

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