Feuerwehr zur Burgwiese gerufen

Erneut böswilliger Fehlalarm

Hier sollte es brennen: der Spielplatz an der Burgwiese in Wildeshausen.  
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Hier sollte es brennen: der Spielplatz an der Burgwiese in Wildeshausen.  dr
  • Dierk Rohdenburg
    vonDierk Rohdenburg
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Wildeshausen – Die Freiwillige Feuerwehr Wildeshausen musste in diesem Monat schon wegen des sechsten böswilligen Fehlalarms in der Kreisstadt ausrücken. Am Montag wurden die Retter um 18.50 Uhr zum Spielplatz an der Burgwiese alarmiert. Dort, so ein Anrufer, sollte ein Spielhaus brennen.

Die Alarmierung musste schon stutzig machen, denn an der Stelle gibt es kein Spielhaus. So war an der Einsatzstelle auch sonst nichts festzustellen. Der Anrufer konnte von der Leitstelle nicht mehr erreicht werden – was in den vergangenen Wochen öfter der Fall war.

Nummern werden gespeichert

Nun sucht die Polizei nach dem unbekannten Anrufer. „Die Nummer wird gespeichert, und die Stimme wird registriert sowie ausgewertet“, erklärt Stefan Abshof, Pressesprecher der Großleitstelle Oldenburger Land in Oldenburg. Selbstverständlich müsse jedem Notruf nachgegangen werden, doch sobald festgestellt werde, dass es ein böswilliger Fehlalarm sein könne, werde die Polizei eingeschaltet. Sollte ein Verursacher ausfindig gemacht werden können, dürfte das ein gerichtliches Nachspiel und empfindliche Rechnungen für die Einsätze zur Folge haben.

Die Chance, den Anrufer tatsächlich zu ermitteln, ist für die Polizei jedoch relativ klein, wenn die Telefonnummer nicht auf den echten Namen einer Person gespeichert ist. So lassen sich laut Auskunft von Polizeipressesprecherin Lorena Lemke bei den Mobilfunkanbietern die Daten nicht so zurückverfolgen, dass man einem Verursacher habhaft werden kann.

Pressesprecher: Es ist einfach unfassbar

Somit bleibt bei Polizei und Feuerwehr nur das Unverständnis darüber, dass sich Menschen einen Spaß daraus machen, Ehrenamtliche mit sinnlosen Einsätzen zu beschäftigen, wo diese im Ernstfall vielleicht an anderer Stelle eher gebraucht werden. „Es ist einfach unfassbar, und uns fällt nichts mehr dazu ein“, kommentiert Feuerwehr-Pressesprecher Daniel Engels den erneuten vergeblichen Einsatz innerhalb weniger Wochen verbittert.    dr

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