Dr. Erika Butzmann zur Gehirnentwicklung bei Kindern

Umgang mit dem Smartphone: Weniger ist manchmal mehr

Schon die Kleinsten nutzen oft regelmäßig Smartphones - Foto: dpa
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Schon die Kleinsten nutzen oft regelmäßig Smartphones.

Wildeshausen - Es ist gar nicht mehr so selten, dass schon Kinder im Alter von sechs Jahren ein Smarthphone besitzen und es eifrig benutzen. Die Erziehungsberaterin und Entwicklungspsychologin Dr. Erika Butzmann warnt davor, den Kleinsten schon so früh derartige Geräte zur Verfügung zu stellen.

„Heute geht fast nichts mehr ohne digitale Medien. Auch wenn uns das viel bringt, sind wir davon oft abhängig – im öffentlichen Leben und am Arbeitsplatz“, sagt Butzmann, die in Lüerte (Landgemeinde Wildeshausen) lebt und in einer Bremer Kinderarztpraxis Beratungen anbietet. „Die Kinder wachsen in eine Medienabhängigkeit hinein. Ob sie im negativen Sinn abhängig werden, hängt jedoch davon ab, wie Eltern die Kontrolle über den Medienkonsum ihrer Kinder in den ersten zehn Jahren gelingt.“

Mit einem Vortrag möchte Butzmann am Dienstag, 20. Februar, ab 19 Uhr in der Volkshochschule Wildeshausen an der Wittekindstraße 9 (Anmeldungen unter Tel. 04431/71622, die Kosten betragen 7,50 Euro) über die bisherigen Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Forschung zum Einfluss des digitalen Medienkonsums auf die Gehirnentwicklung der Kinder informieren und Wege aufzeigen, wie Eltern und Erziehende Einfluss nehmen können. Mit diesem Wissen sei es möglich, die schwierige Aufgabe der Medienerziehung mit weniger Stress zu bewältigen, so Butzmann.

Ihr ist es unter anderem wichtig aufzuzeigen, dass die Gehirnentwicklung bei Kindern erst mit zwölf Jahren weitgehend abgeschlossen ist. In den Jahren davor sollten Kinder in erster Linie über Bewegung und Realitätserfahrungen lernen. Das Smartphone sei in diesem Zusammenhang nicht gut für die Entwicklung der Kleinsten, sagt die Erziehungsberaterin, der es nicht darum geht, Eltern zu bevormunden. Vielmehr ist es ihrer Meinung nach sinnvoll, Strategien zu entwickeln, um die Kinder zu schützen.

dr

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