Landkreis möchte Landtagswahl abwarten

Entscheidung zu Hunteschule auf langer Bank

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Die Hunteschule in Wildeshausen beherbergt die Förderschule. Das könnte auch in Zukunft so bleiben. 

Wildeshausen - Nicht in diesem September und wohl auch nicht in diesem Herbst wird der Landkreis Oldenburg über eine Rückübertragung der Hunteschule an die Stadt Wildeshausen entscheiden.

Dazu rät die Kreisverwaltung den Mitgliedern des Schul- und Kulturausschusses, die eigentlich am 19. September über die Förderschullandschaft im Kreis und die Zukunft der Hunteschule beraten wollten.

Die Kreisverwaltung war ursprünglich beauftragt worden, zunächst Möglichkeiten der Angliederung der Förderschul-Schwerpunkte emotionale/soziale beziehungsweise geistige Entwicklung an die Standorte Lernen zu prüfen und ein Nachnutzungskonzept zu erarbeiten. Daneben sollten vorbereitende Gespräche mit der Stadt Wildeshausen geführt werden, wie und wann eine Rückübertragung der Liegenschaft erfolgen könnte (wir berichteten).

Wahlfreiheit zwischen Regel- und Förderschule?

Da aber von einen Teil der Parteien in Niedersachsen im Vorfeld der Landtagswahlen am 15. Oktober neue Konzepte angekündigt wurden, wäre es nach Einschätzung der Kreisverwaltung fahrlässig, schon jetzt Weichenstellungen vorzunehmen. Entgegen der aktuellen schulgesetzlichen Situation könnten neue Regierungen die Sekundarbereiche der Förderschulen Lernen erhalten und darüber hinaus sogar die Schaffung von Grundschulbereichen wieder zu ermöglichen. So könnte es möglicherweise dann eine Wahlfreiheit zwischen Regel- und Förderschule geben, die vom derzeitigen Kultusministerium abgeschafft wurde.

Die Stadt Wildeshausen kann aus diesen Gründen nicht mit einer zeitnahen Entscheidung rechnen. Vielmehr heißt es in der Vorlage für den Schulausschuss: „Mit Blick auf eine mögliche Rückübertragung der Hunteschule kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass der Standort gegebenenfalls doch noch weiterhin als Förderzentrum Bedeutung behält und damit eine Aufgabe der Schule seitens des Landkreises zu überdenken ist.“

Eine mögliche „Auslagerung“ der verbleibenden Förderschüler beispielsweise an die Haupt- oder Realschule ist nach Einschätzung der Kreisverwaltung mit Blick auf die Raumkapazitäten an beiden Schulen ausgeschlossen. Auch andere Lösungen hätten sich erübrigt, da die Hunteschüler in einem Umfeld den Unterricht besuchen sollen, der alterstechnisch „auf Augenhöhe“ ist. Somit wäre die eventuelle Nutzung von Räumen an Grundschulen in Wildeshausen ausgeschlossen. - dr

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