Bauarbeiten für Straße haben begonnen, doch der Stadt fehlen die Flächen

Entlastung nur Stück für Stück

Erdarbeiten für die Entlastungsstraße. Foto: bor

Wildeshausen – Der Wildeshauser Westring ist eine der viel befahrensten Straßen der Stadt. Bereits vor drei Jahren ermittelte die Planungsgemeinschaft Verkehr, dass dort täglich rund 15 000 Fahrzeuge in beide Richtungen unterwegs sind – Tendenz steigend. Nach den Erhebungen von 2016, das sind die derzeit aktuellsten Zahlen, befinden sich rund 30 Prozent der Verkehrsteilnehmer auf der Durchfahrt. Die anderen haben ein Ziel in dem Gebiet. Zumeist sind es die großen Verbrauchermärkte oder die Neubaugebiete „Vor Barg-loy“ und „Beim grauen Immenthun“. Das führt in den Stoßzeiten regelmäßig zu Staus.

Seit Jahren ist geplant, eine Entlastungsstraße zwischen der Visbeker Straße und der Ahlhorner Straße parallel zum Westring zu bauen. Das könnte nach Einschätzung der Verkehrsplaner rund 7 000 Fahrzeuge von der Hauptstraße nehmen.

Seit einigen Wochen laufen immerhin die Bauarbeiten für den Anfang der neuen Entlastungsstraße. Die Verbindung ist eine Verlängerung der Gutenbergstraße und soll zunächst zum Barg-loyer Weg führen. Auf dieser Strecke kann auch die geplante dreigruppige Kindertagesstätte an der noch zu bauenden Weizenstraße erschlossen werden.

Wann die Verbindung bis zur Ahlhorner Straße allerdings komplett fertiggestellt ist, steht noch in den Sternen. Hintergrund sind komplizierte Verhandlungen mit den Eigentümern von Flächen auf der Trasse. Der größte Teil davon befindet sich nämlich noch nicht im Besitz der Stadt und wird es wohl auch nicht so bald sein. „Ich befürchte, man muss sich mit Enteignungen beschäftigen“, zeigte sich Wirtschaftsförderer Claus Marx vergangene Woche im Bauausschuss pessimistisch.

Die zeitliche Verzögerung führt zu einem weiteren Problem: Eigentlich hatte die Stadt gehofft, eine 60-prozentige Förderung zu erhalten. Doch weil sich der Kauf der Grundstücke so zäh gestaltet, ist nicht davon auszugehen, dass die Straße in einem Rutsch gebaut werden kann. „Weitere Teile sind aber nicht mehr förderfähig“, informierte Marx.

Das sorgt in der Politik natürlich nicht gerade für Begeisterungsstürme. „Ich verstehe nicht, warum keine konkreten Verhandlungen aufgenommen wurden“, klagte Jens-Peter Hennken (CDW). „Das Land wird nicht günstiger. Wir sollten so schnell wie möglich handeln.“ Marx sieht Letzteres genauso wie der Ratsherr, verwies aber auf begrenzte Mittel. „Das muss der Haushalt der Stadt auch hergeben.“ Was die Verhandlungen angeht, vermeldete er auf „Anfangsgespräche“. Es gebe aber noch keine konkreten Ansätze. Bürgermeister Jens Kuraschinski wünschte sich ebenfalls einen Fortschritt in dieser Sache. „Wir müssen sehen, dass die Gespräche konkreter werden, und nehmen den Auftrag ernst“, versicherte er.  bor/dr

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