Finanzausschuss zieht Bilanz und blickt in die Zukunft

Enger Spielraum, solider Haushalt

Kostete einiges an Geld: der Umzug der St.-Peter-Schule an die Heemstraße.
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Kostete einiges an Geld: der Umzug der St.-Peter-Schule an die Heemstraße.

Wildeshausen – „Die Lage ist stabil“, signalisierte Wildeshausens Kämmerer Thomas Eilers dem mit den neugewählten Ratsmitgliedern besetzten Finanzausschuss am Donnerstagabend. Allerdings, so Eilers, seien die Rahmenbedingungen wegen der Corona-Pandemie weiter ungewöhnlich und die bedenklichen Preissteigerungen könnten durchaus noch für unangenehme Überraschungen sorgen.

„Wir brauchen keinen Nachtragshaushalt“, brachte es der Ausschussvorsitzende Matthias Kück (UWG) auf den Punkt. Da der Stadtrat im vergangenen Jahr zudem einen Doppelhaushalt beschlossen hat, der auch für das Jahr 2022 gilt, müssen sich die Ausschussmitglieder derzeit nicht so intensiv mit Einnahmen und Ausgaben befassen.

Die Ausgaben sind laut Eilers nämlich auch in 2021 und 2022 beträchtlich. „Wir haben Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro“, erklärte der Kämmerer. Größte Posten seien die Erschließung in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (elf Millionen Euro) sowie der Grunderwerb in den Baugebieten (zehn Millionen Euro) , der Hochbau (Kindergarten Weizenstraße, Feuerwehrhaus, Schultausch) mit 4,9 Millionen Euro und Anschaffungen für die Feuerwehr (1,9 Millionen Euro).

Viel Geld für Kindertagesstätten, Straßen, Schulen und Schwimmbad

„Ergebnis und Aufwand liegen bei 40 Millionen Euro. Das geht messerscharf auf“, betonte Eilers und wies auf die größten Posten im Haushalt hin. Zu den wesentlichen Produkten gehören die Kindertagesstätten (vier Millionen Euro), die Unterhaltung der Gemeindestraßen (2,15 Millionen Euro), die Schulen (zwei Millionen Euro), sowie das Krandelbad (eine Million Euro).

Das Produkt „Steuern, allgemeine Zuweisungen und Umlagen“ der Stadt wird auf Grundlage der aktuellen Daten zum Jahresende ausgeglichen. „Vielleicht gibt es sogar ein kleines Plus“, hofft Eilers nach der Steuerschätzung von November. Laut dieser Berechnung könnte die Stadt 2022 mit einem Plus von 100 000 Euro und 2023 von 160 000 Euro rechnen. Allerdings wisse derzeit niemand, wie sich die vierte Welle der Corona-Pandemie auswirke, so der Kämmerer.

Eine wichtige Einnahme kann Eilers auf der Steuerseite auch während Corona verbuchen. „Wir haben weiter eine positive Einwohnerentwicklung“, berichtete er.

Warnzeichen hingegen sind ebenfalls zu vermelden. Eilers: „Der Spielraum der im Rahmen der Haushaltsberatungen bei der Hoch- und Tiefbauunterhaltung sowie den Kindertagesstätten-Budgets und Einzelprojekten vorgenommenen Kürzungen ist weitgehend abgeschmolzen. Das bedeutet, dass Unvorhergesehenes bereits zu Problemen führen wird.“  

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