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Endlich: Neue Nutzung der Villa Knagge in Wildeshausen

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Von: Dierk Rohdenburg

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Villa Knagge in Wildeshausen: In gut einem halben Jahr sollen hier Notare und Anwälte arbeiten.
Villa Knagge in Wildeshausen: In gut einem halben Jahr sollen hier Notare und Anwälte arbeiten. © dr

Wildehausen – Die Rettung der „Villa Knagge“ in Wildeshausen als Baudenkmal naht. Nachdem bereits seit Monaten an der Fassade des Gebäudes gearbeitet wird, steht jetzt der letzte baurechtliche Schritt der Neunutzung an.

Am 17. Februar befasst sich der Bauausschuss mit der Änderung des Bebauungsplanes, am 3. März hat dann der Stadtrat das letzte Wort. Wie berichtet, soll die Villa als Rechtsanwalts- und Notarkanzlei genutzt werden. Das Seminarhaus und das ehemalige Gärtnerhaus sollen im Rahmen eines „Urbanen Gebietes“ für Wohnen und Gewerbe sowie Kultur genutzt werden können.

Artikel vom 7. Oktober 2021:

Dass die denkmalgeschützte Villa Knagge an der Ahlhorner Straße in Wildeshausen neue Besitzer hat und schon bald wieder genutzt werden soll, können die Bürger wohl schon in den nächsten Wochen sehen.

Nach Angaben von Notar Volker Pickart gehen die Handwerker noch im Herbst an den Start und werden die Veranda mit hölzerner Pergola sowie den darüber liegenden Balkon bearbeiten und die Teile ersetzen, die zu stark beschädigt sind.

„Wir haben die denkmalschutzrechtliche Genehmigung für die Sanierung“, betont Pickart. Wie berichtet, hat die Anwalts- und Notarkanzlei Dr. Meyer, Vock und Dr. Pickart im Sommer das Ensemble mit Gärtnerhaus erworben. Der Bebauungsplan, der in Zukunft ein „Urbanes Gebiet“ ausweisen soll, ist jedoch noch nicht geändert. Und die erneute öffentliche Auslegung wurde verschoben. Zwei Gründe sind dafür entscheidend: Einerseits haben Ann-Kathrin und Volker Pickart vor Kurzem das ehemalige Seminarhaus der Volkshochschule von Helmut Müller erworben, was eine nochmalige Überarbeitung des Bebauungsplanes nötig macht. Andererseits gibt es naturschutzrechtliche Bedenken, was das Beschneiden und Ausdünnen der mittlerweile recht stattlich gewordenen Bepflanzung betrifft. Die Ilex-Gehölze stehen unter Schutz, und auch die Eiben dürfen nicht einfach weggenommen werden. „Wir würden den Bewuchs zur Straße gerne zurückschneiden“, umreißt Pickart das Problem. Das sei sinnvoll, um die Zufahrt etwas breiter zu gestalten. Zudem solle der Blick auf das Ensemble von der Ahlhorner Straße wieder freigegeben werden.

Anwälte setzen auf Zusage der Stadt

Die Anwälte und Notare sehen keine größeren Probleme, sich mit den zuständigen Behörden abzustimmen. „Eine etwas spätere Änderung des Bebauungsplanes“, so Pickart, „ist nicht weiter tragisch, da wir auf die Zusage der Stadtverwaltung und der Politik setzen, schon bald eine neue Baurechtsgrundlage zu haben.“ Weil das so sei, haben man bereits die ersten Handwerksleistungen ausgeschrieben. Der Umzug sei dann für Herbst 2022 geplant.

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