Ausschuss will Zwischennutzung der alten Feuerwehr

Ende für Burmeister-Haus in Wildeshausen rückt näher

Soll bald abgerissen werden: Das Burmeister-Haus liegt auf der Achse zwischen alter Feuerwehr und Alexanderkirche.
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Soll bald abgerissen werden: Das Burmeister-Haus liegt auf der Achse zwischen alter Feuerwehr und Alexanderkirche.

Das Burmeister-Haus vor der alten Feuerwehr in Wildeshausen wird bald abgerissen. Derweil soll sich das Stadtmarketing um eine Zwischennutzung der Feuerwehr bemühen, bevor dort das Urgeschichtliche Zentrum einzieht.

Im August 2019 kaufte die Stadt Wildeshausen das Burmeister-Haus vor der alten Feuerwehr. Es sollte abgerissen werden, damit vor dem geplanten Urgeschichtlichen Zentrum Wildeshausen (UZW) mehr Parkplätze möglich werden. Seitdem ist nicht allzu viel passiert. Das seit Jahren leer stehende Gebäude soll nun aber doch bald abgebrochen werden.

Die Ausschreibung für die Arbeiten sei in Vorbereitung, teilte Bauamtsleiter Hans Ufferfilge am Donnerstagabend dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur im Rathaus mit.

Zuvor hatte die Politik in Person von Wolfgang Sasse (CDU) Druck gemacht, das Gebäude jetzt doch endlich zu entfernen. „Warum wird das Haus nicht abgerissen, lange nachdem wir es gekauft haben?“, fragte er in den Raum. „Pandemie, Haushaltssperre und Trallala haben uns gestoppt“, erklärte Ufferfilge die Verzögerung. „Ich wundere mich, wofür Corona alles herhalten muss“, konterte Jens-Peter Hennken (CDW). Abseits dieses Geplänkels bestand allerdings Einigkeit, dass das Gebäude baldmöglichst abgerissen werden soll.

Einstimmig für den Antrag der CDU

Auch das zweite Anliegen der CDU zum Thema UZW wurde einstimmig durchgewunken. Sasse wünscht sich, dass die alte Feuerwehr genutzt wird, bis das Urgeschichtliche Zentrum dort einzieht. Er wolle keinen Leerstand, so der CDU-Fraktionsvorsitzende. Deswegen beantragte er, die Stadt möge sicherstellen, dass es eine Zwischennutzung gibt. Da könne das Stadtmarketing mal zeigen, was es drauf habe. Sasse denkt dabei an eine Markthalle, eine Verkaufsstelle für Direkterzeuger aus der Landgemeinde oder Floh- und Trödelmärkte. „Über eine Zwischennutzung kann man reden“, so Bürgermeister Jens Kuraschinski. Ziel sei es schließlich, eine attraktive Innenstadt zu behalten.

Allerdings dürfe die wie auch immer geartete Zwischennutzung nicht zu einem Problem für das UZW werden, betonte Rainer Kolloge (UWG). Auf seine Anregung hin wurde der Beschluss dahingehend erweitert, dass die Entwicklung des Urgeschichtlichen Zentrums nicht beeinträchtigt werden dürfe.

Keine Beeinträchtigung für das UZW

Klaus Schultze (Grüne) hinterfragte den Sinn einer Zwischennutzung angesichts eines bald zu realisierenden UZW. Bauamtsleiter Ufferfilge wollte sich in Bezug auf einen Zeithorizont nicht festlegen und stellte vorsichtig sechs Monate für die Zwischennutzung in den Raum.

Und was, wenn sich die Markthalle bewährt? Hennken meinte, für diesen Fall müsse es einen Plan B geben. Sasse hingegen unterstrich: „Es geht nicht darum, das UZW zu verhindern, sondern nur um eine Zwischennutzung.“

Zurzeit befindet sich noch ein Testzentrum der Malteser im Erdgeschoss des alten Feuerwehrhauses. Aber das Interesse daran war zuletzt zurückgegangen. „Wir brauchen es nicht mehr“, so Sasse. Und auch für die im Obergeschoss übergangsweise untergebrachte DLRG-Ortsgruppe sei es wichtig, Planungssicherheit zu haben. Wie berichtet, wollen die Lebensretter an der Böttcherstraße ein neues Vereinszentrum mit Halle errichten, warten aber nach wie vor noch auf die Baugenehmigung ihres Vorhabens.

Was das UZW angeht, laufen momentan Planungen. Grundsätzlich hatte sich die Politik bereits mehrfach hinter das Projekt gestellt, für das der Förderverein Urgeschichtliches Zentrum schon seit mehr als einem Jahrzehnt kämpft. Zuletzt hatte Claudia Olberding vom Verkehrsverein im Interview mit dieser Zeitung den Wert eines Urgeschichtlichen Zentrums für die Stadt Wildeshausen betont.

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