Mobilbauklassen an Real- und Holbeinschule keine dauerhafte Lösung

Elternvertreterinnen fordern Raumkonzept für Schulen

Derzeit nicht nutzbar: die neuen Mobilbauklassen der Holbeinschule.
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Derzeit nicht nutzbar: die neuen Mobilbauklassen der Holbeinschule.

Wildeshausen – Mit großer Empörung haben die Schulelternsprecherin der Realschule Wildeshausen, Maren Becker-Jäschke, und die Elternsprecherin der Holbeinschule, Petra Greiser, auf die Nachricht der Stadt Wildeshausen reagiert, dass die gerade aufgestellten Mobilbauklassen erst in einigen Wochen genutzt werden können. Wie berichtet, sind noch statische Prüfungen nötig.

Beide Frauen erklären in einem Brief an die Stadtverwaltung, dass sie mit ihrer Geduld am Ende sind: „Wir erwarten, dass die Politik und die Stadtverwaltung zeitnah im Interesse aller in städtischer Trägerschaft befindlichen Schulen ein zukunftsorientiertes Raumnutzungskonzept erarbeiten und an Lösungen für sinnvolle An- oder Neubauten gearbeitet wird. Es kann nicht sein, dass Geld für die bestimmt nicht billigen Containermieten da ist und sich darauf ausgeruht wird.“

Greiser und Becker-Jäschke zeigen ihre Enttäuschung deutlich: „Wir wissen seit vielen Jahren, dass die Stadt wächst und der Nachwuchs irgendwann zu Schulen geht, an denen es massiv an Platz mangelt und die Zustände nicht die besten sind“, schreiben sie. „Seit Jahren wird versucht, dieses Problem mit Containern zu beheben, wobei wichtiger Pausenraum genommen wird und keine klaren und zielführenden Lösungen gesucht werden.“

Seit März hätten die Schulleitungen und Lehrkräfte mit den Einschränkungen im Lernbereich und Corona gekämpft. „Die Kinder litten und leiden noch immer unter diesen Bedingungen“, so die Elternvertreterinnen. Becker-Jäschke: „Sind unsere Jüngsten nicht wichtig für unsere Zukunft? Wenn ich im Privatbereich im Frühjahr weiß, dass ich im Sommer etwas dringend brauche und es bestelle, erwarte ich vom Lieferanten, dass pünktlich geliefert wird.“ Hier zähle die zurzeit sehr beliebte Corona-Ausrede nicht. Die Stadt habe kurz vor den Sommerferien mitgeteilt, dass die Container nicht zum Beginn des neuen Schuljahres, sondern erst in den Herbstferien kommen würden. „Die Schulleitungen mussten wieder umplanen und sogar Klassen in Fachräumen oder der Mensa unterbringen“, so Greiser. „Nun die erneute Verschiebung kurz vor den Ferien. Hinzu kommt die Erkenntnis, dass Containerheizungen mit Strom betrieben werden und an der Holbeinschule die Leitungen dafür nicht ausgelegt sind. Ein Bauantragsverfahren mit höchster Priorität darf und kann doch keine Monate dauern“, kritisiert Greiser, die auf noch etwas hinweist: „Die Räume müssen alle 20 Minuten gelüftet werden. Bleibt nur zu hoffen, dass an eine gute Isolierung gedacht wurde.“

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