Bis jetzt schon mehr als 400 Unterstützer

Eltern sammeln Unterschriften für den Erhalt der Hunteschule

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Um Unterschriften für den Erhalt der Hunteschule zu sammeln, haben Eltern am Donnerstag mit ihren Kindern Passanten auf dem Wochenmarkt in Wildeshausen angesprochen.

Wildeshausen - Eltern der Hunteschule, Förderschule Lernen, in Wildeshausen haben am Donnerstag gemeinsam mit ihren Kindern auf dem Wochenmarkt in der Kreisstadt Unterschriften für den Erhalt der Einrichtung gesammelt. Zusätzlich haben sie eine Internet-Petition gestartet, die noch bis zum 17. Januar läuft und bereits mehr als 400 Unterstützer gefunden hat.

Ziel ist es, die Unterschriften vor der Sitzung des Kreis-Schulausschusses am 6. Februar an Politik und Verwaltung zu übergeben. An diesem Termin steht das Thema „Hunteschule“ wahrscheinlich auf der Tagesordnung. Es gibt in der Stadt Wildeshausen Überlegungen, das Gebäude vom Landkreis Oldenburg zu übernehmen, um dort eine Grundschule unterzubringen.

Das sehen viele Eltern kritisch. „Die Hunteschule soll die Möglichkeit bekommen, die verlängerte Übergangsphase zu nutzen. Die Schüler sollten nicht abgeschoben werden, weil es um das Gebäude geht“, fordert zum Beispiel Mutter Claudia Osenberg. Sie will – gemeinsam, beziehungsweise im Wechsel mit anderen Eltern – während der kommenden Wochenmarkttermine weitere Unterschriften sammeln. Zudem hat sie Dutzende E-Mails unter anderem an Mitglieder des Kreis-Schulausschusses geschrieben, um für ihr Anliegen zu werben.

Ihre Erfahrungen zeigen deutlich, dass viele Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen kleine Klassenverbände mit wenigen Schülern benötigen, damit sie ihren individuellen Möglichkeiten entsprechend lernen können. „Das ist bei einer Regelschule mit Inklusion nicht machbar“, sagt sie. „Diese arbeiten nach einem strengen Lehrplan. Wie soll man sich da individuell um jeden Schüler kümmern?“

Bei ihrem Sohn Daniel zeigte sich schon in der Holbeinschule, dass er erhebliche Schwierigkeiten beim Lernen hat. „Er war sehr unter Druck, wollte alles richtig machen und so gut sein, wie die anderen. Er war nach zwei Stunden Unterricht sehr müde und hatte keine Konzentration mehr“, erinnert sich Osenberg.

In der Hunteschule hat sich Daniel nach Angaben der Mutter erheblich verbessert. „Er hat sich sehr gut im Klassenverband eingelebt und bildet mit seinen Mitschülern, den Lehrern und dem Rektor eine Einheit“, so Osenberg. „Daniels Noten haben sich sehr verbessert, und er hat großen Spaß am Lernen gefunden. Mit einem Schulwechsel würden viele Ängste und Unsicherheit für Schüler und Eltern entstehen, und die Kinder müssten sich neu finden.“ Auch die Länge eines Schultages macht Osenberg Sorgen, denn der Weg nach Ganderkesee oder Wardenburg ist weit. Die Mutter hofft nun wie viele andere Eltern auf Unterstützung. „Es muss eine Lösung für alle Kinder gefunden werden. Der Förderbedarf wird nicht enden. Es geht um die Zukunft der Jungen und Mädchen“, sagt sie. bor/dr

www.openpetition.de/petition/online/wir-kaempfen-fuer-den-erhalt-der-hunteschule-es-geht-um-unsere-kinder

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