Widerstand der Anwohner erfolglos

Elisabethweg in Wildeshausen: Bauantrag für Mehrparteienhaus genehmigt

Hier darf gebaut werden: Der Landkreis hat ein Vier-Parteien-Haus am Elisabethweg genehmigt.
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Hier darf gebaut werden: Der Landkreis hat ein Vier-Parteien-Haus am Elisabethweg genehmigt.

Der Widerstand der Anwohner gegen den Bau eines Vier-Parteien-Hauses am Elisabethweg am Katenbäker Berg in Wildeshausen ist gescheitert. Wie in der Bauausschusssitzung am Donnerstagabend bekannt wurde, hat der Landkreis Oldenburg den Bauantrag genehmigt.

„Ihr Kenntnisstand ist völlig veraltet“, hielt Bauamtsleiter Hans Ufferfilge den Kritikern des Projekts entgegen – offenbar in Unkenntnis der eigenen Sitzungsvorlage, denn in der war nur davon die Rede, dass ein Bauantrag gestellt worden ist und noch nicht genehmigt wurde.

Dementsprechend hofften die Ratsmitglieder Hermann Hitz (UWG) und Karl Schulze Temming-Hanhoff (parteilos) noch, das Vorhaben zu verhindern. Hitz warnte vor dem „Griff in eine Kiste, die wir nicht mehr schließen können“. Er befürchtet, dass es künftig weitere große Mehrparteienhäuser am Katenbäker Berg gibt. Diese gehören nach seiner Auffassung aber nicht in die von freistehenden Einfamilienhäusern geprägte Wohngegend.

Schulze Temming-Hanhoff wetterte, das Vorhaben sei eine „grundlegende Abweichung“ zum Bebauungsplan. Am Katenbäker Berg seien bisher höchstens Einfamilienhäuser mit einer Einliegerwohnung errichtet worden, wehrte er sich gegen eine Bebauung in größerem Stil.

Auch die Anwohner hatten im Vorfeld mobil gemacht und noch am Donnerstag in der Einwohnerfragestunde appelliert, erst einmal abzuwarten. Wie berichtet läuft eine Untersuchung des Stadtgebiets dahingehend, wo künftig zusätzliche Mehrparteienhäuser geplant werden sollen und wo nicht.

Bauamtsleiter Ufferfilge verwies allerdings darauf, dass das Projekt nach Einschätzung der Stadt und des Landkreises dem geltenden Bebauungsplan entspricht. „Die Sache ist durch. Die positive Stellungnahme der Stadt ist erteilt“, sagte er. „Inhaltlich gibt es keinen Grund, zu diskutieren“, betonte dann auch Wolfgang Sasse (CDU). Damit war die Debatte beendet.

Die Anwohner werden wohl damit leben müssen, dass sich der Elisabethweg verändert. Dort waren nach dem Zweiten Weltkrieg mehrere Gebäude für Ostflüchtlinge gebaut worden, die später im Volksmund den Namen „Zwölf Apostel“ erhielten. Der jetzige Bauherr, Hendrik Scheele, hatte eines der Häuser im vergangenen Sommer gekauft und abreißen lassen.

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