Der Bibelgarten erwacht zu neuem Leben / Gewächshaus geleert

Eisheilige gut überstanden

Umpflanzen nach dem Winter: Klaus Stölting, Marion Vofrey und Gerhard Lange (v.l.) im Gewächshaus. Foto: dr

Wildeshausen – Die Eisheiligen sind seit Mittwoch vorüber, und die Bibelgärtner der Wildeshauser Alexanderkirche sind zuversichtlich, dass es nun keinen Frost mehr geben wird. Deshalb holten Gärtner Klaus Stölting, Gerhard Lange, Marion Vofrey sowie Küster Wolfgang Jöllenbeck die kälteempfindlichen Pflanzen des Mittelmeerraumes aus dem angrenzenden klimatisierten Bibelgartenhaus und pflanzten sie ins Freie. „Dabei müssen wir zum Teil umplanen, weil manche Pflanzen gewachsen sind. Zudem soll es hier bald eine Halbwüste geben, die Platz benötigt“, so Stölting.

Zunächst freuen sich die Bibelgärtner, dass alle Pflanzen den Winter überlebt haben. Im eigenen Gewächshaus gibt es eine Heizung, und die Beleuchtung wird mit Zeitschaltuhr gesteuert. Ein Folientunnel soll für das richtige Klima sorgen. So sehen Granatapfel, Zitrone, Glockenstrauch, Wandelröschen und kleine Olivenpflanzen nun wieder das Sonnenlicht, müssen allerdings zuvor zum Teil noch gegen kleine Infektionen behandelt werden.

Zu vielen Pflanzen des Bibelgartens kann Stölting Geschichten erzählen. So gilt der Sennesstrauch für manche Menschen als der Inbegriff des brennenden Dornbusches des Alten Testaments. „Wenn er blüht, sieht es aus, als wäre er entflammt“, berichtete Stölting. Vom Granatapfel heiße es im Hohelied Salomos: „Deine Wangen sind wie der Ritz am Granatapfel zwischen deinen Zöpfen“.

Am Mittwochnachmittag war es auch wichtig, die ersten Pflanzen, die dauerhaft draußen geblieben waren, zu beschneiden und zu behandeln. Gegen Läuse setzten die Bibelgärtner beispielsweise Neemöl ein, das Schädlinge biologisch und wirksam bekämpft.

Die Feige, die mittlerweile viel zu groß für das Winterquartier geworden ist, hat schon die ersten Blätter. Und einige kleine Früchte. „Im vergangenen Jahr hatten wir eine tolle Ernte“, berichtete Lange begeistert. Während die Feige recht winterhart ist, wurde der Olivenbaum mit Matten und Folie gegen die Kälte geschützt. Da es aber auch in diesem Winter nicht so kalt war, hat er ihn gut überstanden. Wer Lust hat, bei den Bibelgärtnern mitzumachen, kann sich im Gemeindebüro oder bei Jöllenbeck melden. Gearbeitet wird Mittwochnachmittags.  dr

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