Einzelhandels-Entwicklungskonzept liegt vor/58400 Quadratmeter Verkaufsfläche

Experten raten der Stadt: „Stärken stärken“

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Dunkle Wolken über dem Westring? Die Gutachter regen eine Verdichtung an.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. In Wildeshausen gibt es ein Potenzial, die Verkaufsflächen sinnvoll um maximal 9 000 Quadratmeter zu erhöhen. Das allerdings sollte strategisch klug erfolgen, um „Stärken zu stärken“. So lautet einer der Kernsätze des Einzelhandels-Entwicklungskonzeptes, das bislang nicht öffentlich vorgestellt wurde und nun unserer Redaktion vorliegt.

Der Rat hatte das 96 Seiten starke Werk mit dem Titel „Perspektiven der Einzelhandelsentwicklung in der Stadt Wildeshausen“ im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben, um verlässliche Daten für die Bauleitplanung und Sortimentseinschränkungen insbesondere am Westring zu bekommen. In den vergangenen Tagen gab es Abstimmungs- und Bewertungsgespräche, denn die Expertise soll im kommenden Monat im öffentlichen Ausschuss diskutiert werden.

Die Gutachter des Büros „Dr. Lademann&Partner“ analysierten unter anderem das Nachfragepotenzial in der Stadt, die Einkaufsorientierung der Verbraucher in der Region, die Angebotssituation in der Kreisstadt und die Bedeutung des Westrings sowie der Innenstadt im Einzelhandelsgefüge.

In diesem Rahmen kamen die Experten zu der Einschätzung, dass die sozioökonomischen Rahmenbedingungen in Wildeshausen positiv zu beurteilen sind. „Die anhaltenden Bevölkerungszuwächse, der positive Pendlersaldo und die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wirken sich stabilisierend auf die künftige Einzelhandelsentwicklung aus“, heißt es in der Studie. Im Marktgebiet lebten derzeit rund 66 300 Personen.

Aktuell beträgt das Gesamt-Verkaufsflächenangebot in der Stadt 58400 Quadratmeter. Die Gutachter konstatieren eine ausgewogene Branchenstruktur und eine funktionsgerechte Verteilung auf die einzelnen Standortlagen. Den Verkaufsflächen von 13500 Quadratmetern in der Innenstadt stehen rund 30000 Quadratmeter Fläche im Bereich des Westrings gegenüber. „Zur Weiterentwicklung der bestehenden Einzelhandelslagen (Innenstadt und Westring-Kernbereich sowie die beiden Nahversorgungsstandorte im östlichen Stadtgebiet) sollten daher gezielt die bestehenden, leistungsfähigen Angebote durch moderate Flächenanpassungen gesichert und aktiviert werden“, analysieren die Experten. „Ein Bedarf an zusätzlichen großflächigen Lebensmittelmärkten ist nicht zu erkennen.“

Die Gutachter halten einen noch steigerbaren Verkaufsflächenanteil in der Innenstadt ebenso fest, wie eine zu geringe Verdichtung der Standorte entlang des Westrings und zu wenig filialisierte Betriebe mit Magnetfunktion in der Innenstadt. Für den Standort des Aldi-Marktes an der Dr.-Dürr-Straße empfehlen die Experten, eine Verlagerung und maßvolle Erweiterung gen im Kernbereich des Westrings auszuloten. Aus städtebaulicher und versorgungsstruktureller Sicht sei die Fläche dann für höherwertigen Wohnungsneubau geeignet.

(Mehr zum Einzelhandels-Entwicklungskonzept lesen Sie in unserer morgigen Ausgabe).

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