Einzelhandel am Markt kontrovers diskutiert/Bisherige Entwürfe kritisiert

Fassadenansichten sollen öffentlich diskutiert werden

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So stellt sich der Investor die Fassade der Wohn- und Geschäftshäuser am Marktplatz vor.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Im Herbst 2016 möchte der Investor mit dem Bau eines Wohn- und Geschäftshauses direkt am Wildeshauser Marktplatz beginnen. Die Fertigstellung plant er für Herbst 2017. Das Investitionsvolumen wird mit 6,5 bis sieben Millionen Euro angegeben.

Ob diese Pläne tatsächlich realisiert werden können, bleibt abzuwarten. Denn bei der Vorstellung im gestrigen Bauausschuss hielt sich die Begeisterung bei einigen Mitgliedern in engen Grenzen. Nach über einstündiger Diskussion und einer langen Sitzungsunterbrechung empfahl das Gremium, dass der Bauherr konkrete Ansichten der Immobilie aus der Sicht vom Marktplatz und der Gildepassage vorlegen soll. Diese werden in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und dann weiter beraten. Die Mehrheit des Ausschusses verdeutlichte zudem, dass sie Pläne für ein neues Einzelhandelsprojekt am Markt grundsätzlich unterstützen.

Rainer Kolloge (UWG) hatte im Vorfeld beantragt, die Beratung von der Tagesordnung zu nehmen, da das Planungsbüro außer vagen Zeichnungen zur Fassadengestaltung noch nicht viel vorgelegt habe. Das wurde jedoch abgelehnt.

Der Blick auf die künftige Gebäudestruktur bestand auch während der Sitzung lediglich in zwei Ansichtsskizzen, die große Ähnlichkeit aufwiesen und nach Meinung des Projektentwicklers deutlich machen sollten, wie die Neubauten optisch so gestaltet werden können, dass sie an frühere Bauten erinnern. „Ich bin enttäuscht“, erklärte Ausschussvorsitzender Hartmut Frerichs (SPD). „Skizzen reichen mir nicht.“

Kolloge warnte zudem vor neuen Leerständen, und Traute Sandkuhl (Grüne) wünschte sich „etwas Neues und Interessantes“, das sie so gar nicht in den Planungen finden konnte.

Immerhin gab es interessante Eckdaten für die Ausschussmitglieder und die vielen Zuhörer: Werden aktuell 155 Quadratmeter für Gewerbe genutzt, wären es in Zukunft 1850 Quadratmeter. Gegenwärtig steht eine Wohnfläche von 570 Quadratmetern zur Verfügung, später wären es 1200 Quadratmeter. Vier Parkplätzen stehen 45 gegenüber, und die Gewerbeflächen bieten aktuell zehn Arbeitsplätze während später 40 Arbeitsplätze geplant sind. Die Gewerbeflächen verteilen sich auf das Erdgeschoss. Im Ober- und im Staffelgeschoss sollen Eigentumswohnungen und Dienstleistungsflächen gebaut werden. Zudem ist eine Tiefgarage geplant, zu der die Autos über einen Fahrstuhl gelangen können.

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