Einwohner übergeben 720 Unterschriften an Bürgermeister Kuraschinski und wünschen sich Transparenz bei der Diskussion

„Kleinteiliges Ambiente am Marktplatz ist uns wichtig“

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Lene Hjortskov, Eckhard Wendler, Gudrun Michler, Peter Heinken und Hartmut Berlinicke übergeben die Unterschriften an Bürgermeister Jens Kuraschinski (v.l.).

Wildeshausen - Das geplante Wohn- und Einzelhandelsprojekt am Wildeshauser Marktplatz beschäftigt nicht nur den Investor, die Ratspolitiker und die Stadtverwaltung. Viele Bürger machen sich Gedanken zum Erhalt der historischen Bausubstanz und allgemein dazu, wie sich die Ansicht der „guten Stube“ verändert, wenn prägende – aber nicht historische – Gebäude verschwinden und damit auch kleinere Geschäfte verdrängt werden.

Am Montagabend waren einige Wildeshauser bei Bürgermeister Jens Kuraschinski, um ihm Listen mit 720 Unterschriften zu übergeben. „Diese sind repräsentativ und zeigen, dass einem großen Teil der Bürger sowie Gästen der Stadt der ‚historische Marktplatz‘ mit seinem kleinteiligen Ambiente wichtig und erhaltenswert ist“, erklärte Gudrun Michler. Dies gelte es zu erhalten und zu entwickeln. Dazu brauche es aber auch ein gutes Maß an Transparenz.

„Nur wenn die Bewohner der Stadt in die Entwicklung einbezogen werden, kann sich Vertrauen zwischen den gewählten Bürgervertretern und der Bevölkerung aufbauen“, betonte Peter Heinken.

Kuraschinski bedankte sich für die Mappe mit den Unterschriften. Er werde der Politik davon berichten. „Wir haben glücklicherweise eine Erhaltungssatzung im Bebauungsplan, sodass die Stadt ihr Einvernehmen zu einem Abriss der Häuser und einem Neubau geben muss“, so der Bürgermeister. Er lud die Wildeshauser dazu ein, sich im Rahmen der Arbeitsgruppe „Wildeshausen 2030“ zu engagieren, in der langfristige Konzepte für die Kreisstadt entwickelt werden sollen.

Wie bereits berichtet, wird der Investor am 3. Dezember im Rahmen der Bauausschusssitzung seine Pläne konkretisieren. Er hat dafür ein Architektenbüro eingeschaltet, das Ideen zur Gestaltung von Wohn- und Geschäftshäusern am Marktplatz entwickeln soll. Die Bürger wünschen sich, nach der Vorstellung im Rahmen einer Einwohnerfragestunde Stellung beziehen zu dürfen.

dr

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