Einweihung am Dorfring lockt viele neugierige Besucher

„Eine Bereicherung der Dötlinger Kunstszene“

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Walter Ulrich hielt die Grußworte und wünschte Andreas Neulinger und Julia Neulinger-Kahl (v.r.) viel Glück.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. „Das hier ist etwas ganz Besonderes“, betonte Walter Ulrich am Sonnabend während der Eröffnung des Dötlinger Kunsthauses. Im Namen des Bürger- und Heimatvereines sowie der Dötlingen Stiftung gratulierte er der „Hausherrin“ Julia Neulinger-Kahl und wünschte ihr viel Glück bei der Realisierung ihrer kreativen Ideen in den frisch renovierten Räumen.

Anlässlich der feierlichen Einweihung mit Tag der offenen Tür zog es nicht nur Familie und Freunde von Neulinger-Kahl an den Dorfring. So ziemlich jeder, der in der Gemeinde mit der Kunst verbandelt ist, ließ sich blicken und erkundete neugierig, was die Wahl-Dötlingerin und ihr Mann Andreas Neulinger aus dem alten Gemäuer, in dem über Jahrezehnte mehrere Geschäfte zu Hause waren, gemacht haben. Auch so manch Alteingesessener schaute vorbei und erinnerte sich an Zeiten, als in dem Haus noch ein Lebensmittelmarkt zu finden war. „Da hinten stand die Fleischtheke“, wusste Anke Spille noch ganz genau.

Wie viele andere Besucher zeigte auch sie sich von dem Ergebnis der Sanierungs- und Umgestaltungsarbeiten der Neulingers begeistert. Vor allem die große Atelier- und Ausstellungsfläche sorgte für Schwärmereien. „Wirklich ganz toll“, war es von Bürgermeister Ralf Spille bis hin zu Thea Freiberg von der Dötlingen Stiftung aus nahezu allen Mündern zu hören.

Ulrich, der auf Wunsch von Neulinger-Kahl einige Grußworte an die vielen Gäste richtete, betonte, dass die Dötlinger lange darauf gewartet hätten, dass sich in dem Gebäude etwas tut. „Und irgendwann wurde erzählt, dass es so ein Doktor aus Bremen gekauft hat. Und der hat eine Frau, die kann malen“, erinnerte er an den „Dorffunk“ vor rund zwei Jahren. Als dann die Bagger für die Entkernung anrückten, sei dies neugierig beobachtet worden. „Sie haben sich dieses Haus ausgesucht, um ihrem Beruf nachzugehen, Kunst und Kultur zu fördern sowie die Kreativität zu erweitern, auch bei jungen Menschen. Dafür wünsche ich viel Glück“, sagte Ulrich. „Dieses Haus ist eine tolle Bereichung der Dötlinger Kunstszene.“

Zudem lobte er das handwerkliche Geschick von Andreas Neulinger, „der auch ein großer Künstler ist“. Dieser gab das Lob hingegen an die vielen beteiligten Handwerker weiter. „Mit einigen haben wir so viel Zeit verbracht, da hätte es nicht gewundert, wenn wir gemeinsam unterm Weihnachtsbaum gesessen hätten“, sagte Neulinger. Seine Frau war angesichts der riesigen Resonanz fast sprachlos. Statt großer Worte bat sie alle, sich in den Räumen umzusehen und sie kennenzulernen. Ihre Kunst konnte jeder direkt unter die Lupe nehmen. Denn zur Eröffnung zeigte sie Bilder in Mischtechnik. Zudem sind im Kunsthaus derzeit Acrylstelen der Künstlerin „Viola“ zu sehen. In der kommenden Woche beginnen Malkurse für Kinder und Jugendliche. Der Nachwuchs durfte aber schon während der Eröffnung kreativ werden. Neulinger-Kahl hatte eigens eine Malecke eingerichtet.

Weitere Infos zum künftigen Angebot finden Interessierte im Internet.

www.kunsthaus-doetlingen.de

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