Lang ersehnter Eingang wird gebaut

Eintritt ohne Hindernis ins DRK-Haus

Sandra Scholz bittet Hinrich von Kampen zur kurzen Kaffeepause auf der Baustelle.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Seit sechs Jahren betreibt das Deutsche Rote Kreuz in Wildeshausen das Mehrgenerationenhaus an der Bahnhofstraße. Ein lang gehegter Wunsch geht allerdings erst jetzt in Erfüllung: Ein barrierefreier Zugang.

Der war dringend nötig. Personen, die mit einem Elektrorollstuhl ins Haus wollten, kamen nicht mitsamt dem Rolli durch die Tür. Frauen mit Kinderwagen hatten Probleme, sich und den Wagen gleichzeitig ins Innere zu bugsieren. Mitglieder der Multiple Sklerose-Selbsthilfegruppe, die außerhalb der Geschäftszeiten zu ihrem Treffen wollten, brauchten Hilfe, weil sich die Türen nicht selbsttätig öffneten.

„Das hat bald ein Ende“, freut sich die Leiterin des Mehrgenerationenhauses, Sandra Scholz. „Wir werden zwei Glastüren installiert bekommen, die sich durch einen Sensor öffnen.“

Aus eigenen Mitteln hätte das Mehrgenerationenhaus die neue Tür nie bekommen. Aufgrund der Hilfegesuche über die Zeitung waren aber die Mitglieder des Lions-Clubs Oldenburger Geest auf den Missstand aufmerksam geworden. Sie luden den DRK-Präsidenten Rudolf Seiters in die Widukind-Halle nach Wildeshausen ein, der über die Zeit der Wende im Jahr 1989 sprach. Die Eintrittseinnahmen wurden aufgestockt, so dass insgesamt 10 000 Euro zusammenkamen, die dem Mehrgenerationenhaus zur Verfügung gestellt wurden. „Der Kreisverband hat auch noch Geld dazu gegeben“, freut sich Sandra Scholz. Damit konnte das kostspielige Projekt in Angriff genommen werden.

Die neue Tür kann aber auch nur deshalb installiert werden, weil das Mehrgenerationenhaus über zahlreiche Helfer verfügt, die Kosten sparen helfen. So führt Hinrich von Kampen zurzeit ehrenamtlich die Erdarbeiten durch. Zusammen mit Erich Maser wird er dann den Eingang mauern.

Für den Durchbruch und die Statik ist Ingenieur Kai Riethmöller verantwortlich. Die Glaselemente werden jedoch von einer Fachfirma installiert.

Der Eingang liegt an der Hausseite, damit die Rollstuhlfahrer nicht in Begegnungsverkehr mit Radfahrern oder Fußgängern kommen. Denn das Mehrgenerationenhaus kann auf steigende Resonanz zählen. Besonders gut eingeschlagen hat das neue Angebot „Nachbarschaftshilfe“. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass das so gut angenommen wird“, so Sandra Scholz. „Darauf haben offenbar viele Menschen gewartet.“ Sechs Ehrenamtliche haben seit dem 3. Mai beispielsweise dabei geholfen, eine Teichpumpe einzusetzen, Bilder aufzuhängen, Regalbeine abzusägen oder sind mit Senioren Eis essen gegangen. Trotz der tollen Resonanz sucht Sandra Scholz noch Ehrenamtliche und Menschen, die Nachbarschaftshilfe in Anspruch nehmen wollen. Sie können sich unter Telefon 04431/71778 melden – und dann bald schon durch die barrierefreie und behindertenfreundliche Tür an der Bahnhofstraße treten.

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