Einige gehen am Montag leer aus/Weiterhin Karten erhältlich

Wildeshauser stürzen sich auf die Werder-Tickets

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Wie hier vor der Geschäftsstelle unserer Zeitung standen auch im Krandel und beim Kiosk Sternberg Ticket-Käufer an.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Nur ein Gedanke hat am Montag viele Wildeshauser Werder-Fans beschäftigt: Kriege ich (genug) Karten für das Benefiz-Spiel gegen RB Leipzig? Wir haben uns an einigen Verkaufsstellen umgehört.

Einer der vielen Interessenten ist Vinzenz Johannes. Seit kurz vor 12 Uhr wartet er vor dem Gildehaus im Krandel beim Stadion. Der Vorverkauf soll einheitlich um 13 Uhr starten. Der 60-Jährige will fünf Karten kaufen, drei Sitz- und zwei Stehplätze. Der Rentner wartet nicht lange alleine – eine halbe Stunde später stehen 20 bis 30 Leute an und hoffen auf Tickets. Als Krandelverwalter Wolfgang Sasse schließlich vorfährt, dauert es nicht mehr lange, und Johannes bekommt als erster die begehrten Einlasspapiere.

Während der 60-Jährige zum Auto geht und die Schlange vor dem Gildehaus immer länger wird, reicht Hans-Jürgen Sternberg in seinem Kiosk an der Harpstedter Straße bereits die letzten Karten durch das Verkaufsfenster. Gegen 11.30 Uhr seien die Tickets angekommen, erzählt er. „Die Leute standen schon um 12 Uhr hier“, sagt Sternberg und berichtet von einer langen Schlange. Rund 250 Karten habe er gehabt. Doch die sind nun weg.

Das merkt auch Jana Spohr. Die 27-jährige Mutter parkt neben dem Kiosk. Das Kind bleibt kurz im Auto. Doch kaum fragt Spohr nach drei Tickets für ihre Tante und deren zwei Kinder, muss Sternberg sie enttäuschen. Alles ausverkauft. Dabei kommt sie gerade aus dem Krandel. Dort sei es proppevoll gewesen.

Dagegen läuft es bei der Firma Private Greens, wegen deren verunglückten Mitarbeitern es überhaupt das Benefiz-Spiel gibt, sehr entspannt. Kurz vor 11 Uhr sei der erste Käufer da gewesen, heißt es. Jetzt, um 13.10 Uhr, steht Hartmut Richter am Empfangstresen. Der 58-Jährige Werder-Fan hat vorbestellt. 25 Karten für sich und seine Kollegen. Der Chef bezahlt‘s.

Für die Private-Greens-Angestellten fühlt sich der Verkauf der Tickets zwiespältig an. Das entgegenkommende Lächeln verschwindet aus dem Gesicht von Michaela Granel (43), als sie an den Grund für den Kartenverkauf denkt. Für die Stadt Wildeshausen sei das Spiel sicher eine schöne Sache, sagt sie. Aber ihr ist anzumerken, dass der Gedanke an das Schicksal der Kollegen noch sehr präsent ist.

Das merkt man den meisten Kartenkäufern und solchen, die es werden wollen, nicht an. Hier ist nur schlecht gelaunt, wer hört, dass es kaum noch Tribünen-Plätze gibt – viele sind für große Sponsoren reserviert, erklärt Sasse – oder nicht mitgekriegt hat, dass sich der Vorverkauf zeitlich verschoben hat (wir berichteten).

Aber manchmal fängt auch der späte Vogel den Wurm. Wie das Ehepaar Bleich aus Ganderkesee kurz vor 14 Uhr. Vor der Geschäftsstelle der Wildeshauser Zeitung hätten zu viele Leute angestanden, sagt Hubert Bleich (79). Deswegen ist er mit seiner Waltraud jetzt im Krandel. Die beiden haben Glück: Nur drei Leute warten vor ihnen. „Was tut man nicht alles für die Enkel“, meint er und freut sich über die Stehplatzkarten, die er in der Hand hält.

Krandel-Verwalter Sasse kündigt derweil an, dass der Vorverkauf weitergeht. Noch sind nicht alle Karten weg. Bei BS-Textilien an der Glaner Straße soll es morgen ab 15.30 Uhr weiter Tickets geben. Das gilt auch für die Geschäftsstelle der Wildeshauser Zeitung: Von 8 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr.

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