Entlassfeier in der Wildeshauser Hauptschule

„Einige von euch brauchen vielleicht noch Begleitboot“

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Gut gelaunt nahmen die Schüler der Klasse 10 a ihre Zeugnisse in Empfang. Ein paar spaßige, aber dennoch tiefgründige Abschiedsworte hatte Shqipron Stublla (rechts) zuvor für alle Schüler gesprochen.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Wenn ein Surfbrett, eine Bootslaterne, Gummistiefel und andere „Wasser-Utensilien“ die Aula der Wildeshauser Hauptschule schmücken, dann steht sicherlich Großes auf dem Programm. Genau das war am Freitag Vormittag mit der Entlassfeier der Fall. Diese stand unter dem Motto „Auf zu neuen Ufern“. Und so nannten die Lehrkräfte die Aula auch „Schulschiff MS Wildeshausen“.

Insgesamt wurden 58 Schüler verabschiedet. Während aus dem neunten Jahrgang zehn Schüler die Schule mit dem Hauptschulabschluss verließen, erreichten 29 von 47 Jugendlichen der zehnten Klassen den Realschulabschluss. „Das war eine tolle Leitung“, lobte Schulleiterin Dorit Hielscher. „Ihr habt eine große Hürde auf dem Weg in eine gesicherte Zukunft genommen. Aber ab jetzt gilt das heutige Motto.“

Nun gelte es, aufzubrechen in Gefilde, in denen es viel Neues und vor allem Unbekanntes zu entdecken gebe. „Es ist die Zeit, neue Ufer zu ergründen, neue Schulen, Betriebe, neue Mitschüler. Aber wer zu neuen Ufern wolle, der müsse auch ablegen und schwimmen können. „Einige von euch sind sichere Schwimmer geworden, andere brauchen vielleicht noch eine Weile ein Begleitboot. Für einige liegt das Ziel bereits in sichtbarer Entfernung“, so Hielscher. Das seien 28 Schüler, die bereits einen Ausbildungsplatz hätten: „Aber auch diejenigen, die zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr machen oder weiterführende Schulen besuchen werden, wissen, was sie wollen.“

Als „Reederin des Heimathafens“ wurde die stellvertretende Bürgermeisterin Evelyn Goosmann begrüßt, die den Schülern die Grüße von Rat und Verwaltung überbrachte: „Ihr alle habt nun eine wichtige Etappe des Lebens geschafft. Jetzt geht es los mit der Ausbildung. Aber gelernt wird ja eigentlich ein Leben lang. Denn gute Schüler sind eine wichtige Grundlage für unsere Gesellschaft.“ Wer vermeiden wolle, suche Gründe. Wer aber etwas erreichen wolle, der suche Wege, gab sie den Schülern mit auf den Weg.

Eher spaßig brachte Schülersprecher Shqipron Stublla den Abschied auf den Punkt: „Wir sind am Ziel, aber die Lehrer sind am Ende. Als wir vor vielen Jahren in diese Schule gekommen sind, war sie das unbekannte Meer, der Teich Grundschule war plötzlich Vergangenheit.“ Wenn auch jeder Schüler mehrfach über die Lehrer gemeckert habe, so meinten sie es sicherlich nur gut mit den Schülern: „Wir können stolz sein, die meisten haben ihr Ziel erreicht.“

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