Aus einer „Kaffepott-Idee“ entstand „FWportal“ für Feuerwehren

Von der Wiege bis zur Bahre – Formulare, Formulare

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Jens Hogeback (sitzend) und Torsten Fischer präsentierten das Portal für die Feuerwehren.

Wildeshausen - „Von der Wiege bis zur Bahre – Formulare, Formulare“, lautet ein altes Sprichwort, das aber heute wohl mehr denn je für fast alle Lebenslagen zutrifft. So auch für die Freiwilligen Feuerwehren, die einfach alles dokumentieren und abbilden müssen. Abhilfe schafft das „FWportal“ von „ToHoTo“ in Wildeshausen. Dahinter stehen Jens Hogeback, Torsten Fischer, Torben Kruse und Jacques Roesen.

„Mit Torsten habe ich seinerzeit mal beim Kaffee zusammengestanden und über Einsatzberichte bei Feuerwehren gefachsimpelt, die immer umfangreicher werden“, erzählt Hogeback, langjähriges Mitglied der Wildeshauser Wehr. Fischer ist aktives Mitglied der Dötlinger Wehr mit IT-Hintergrund. „Unser Gedanke war, dass dringend etwas getan werden müsste, um diese Arbeit zu vereinfachen“, klärt Hogeback weiter auf. Und aus dieser „Kaffeepott“-Idee sei schon wenig später das „FWportal“ entstanden. Zurzeit seien schon alle Wehren der Landkreise Oldenburg, Cloppenburg und Friesland als Kunden verzeichnet. Hinzu kämen einige einzelne Feuerwehren – sogar aus Bayern und Baden-Württemberg. Insgesamt seien rund 220 Dienststellen mit 1000 Nutzern gelistet

Was sich anfangs etwas schwierig anhört, ist eigentlich ganz simpel: Den Feuerwehren wird ein Portal zur Verfügung gestellt, auf dem sie alle Aufgaben wie Personal-, Geräte- und Inventarverwaltung sowie Einsatzberichte, Atemschutzdokumentationen und anderes abbilden können. „Das Gute ist, dass die Wehren keine eigene Software dafür installieren müssen. Die Kommunen mieten sich bei uns ein. Dann können sich die Wehren einloggen, egal mit welchem Endgerät – PC, Tablet oder Smartphone“, berichten Hogeback und Fischer. Online könnten sie dann alle Dokumentationen vornehmen: „Bislang war es so, dass diese Berichte auf unzähligen Excel-Tabellen oder in Papierform abgelegt wurden. Das aber hat nun ein Ende.“ Der hiesige Kreisbrandmeister habe zum Beispiel von der Wildeshauser Wehr schon seit zwei Jahren keinen Bericht mehr in Papierform bekommen: „Auch er kann jetzt alles online prüfen. Ebenso wie der Landkreis oder die Stadt.“

Fischer und Hogeback nennen aber noch einen sehr wichtigen Aspekt für das „FWportal“: „Nehmen wir einen Einsatz, an dem zwei Wehren beteiligt sind. Wurde bislang in jedem Ort ein Bericht geschrieben, so geschieht das jetzt auf unserem Portal gemeinsam. Jeder Zuständige fügt seine Einzelheiten ein.“ In den Wehren würde festgelegt, wer wie weit Zugriff zu welchen Daten haben soll: „Die Feuerwehrspitze muss ja auch Personalakten führen, auf die natürlich nicht jeder unbedingt Zugriff bekommen sollte.“

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