Mit einer Agentur sucht die Kreisstadt nach einer Dachmarke, die alle überzeugt

Spannend: Welche Geschichte erzählt Wildeshausen?

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Urgeschichte, Naturpark, Schützengilde oder historische Stadt? Womit kann Wildeshausen punkten?

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wildeshausen ist schön, hat einzigartige Feste, Menschen sowie Historie und ist damit unverwechselbar. Bislang wird das aber weder bei Veranstaltungsplakaten noch im Internet oder in Ankündigungsflyern oder Prospekten optisch erkennbar. Das soll sich schon bald ändern.

„Momentan stellen sich die verschiedenen Leistungsträger öffentlicher und privater Art über werbliche Medien sehr individuell dar. Der Absender ‚Wildeshausen‘ ist nicht klar erkennbar“, so die Stadtmarketingbeauftragte Daniela Baron. Das Forum Stadtmarketing hat zur Entwicklung einer eigenen Dachmarke die Werbeagentur Kern aus Oldenburg aus einer Zahl von Bewerbern ausgewählt. Die Agentur machte sich zusammen mit dem Forum, das aus 20 Marketingexperten und politischen Vertretern Wildeshausens besteht, auf den Weg, eine einheitliche Stadtkommunikation zu entwickeln.

Die Erkenntnis des ersten Workshops zeigte schon deutlich: Die Agentur wird sich Schritt für Schritt mit viel Fingerspitzengefühl dem „Nerv“ der Stadt nähern müssen, indem sie die Mitglieder des Forums Stadtmarketing immer wieder einbezieht und Zwischenergebnisse abgleicht. Der Prozess soll bis Oktober dauern und in exemplarisch gestaltete Medienbeispiele wie der Neugestaltung des städtischen Internetauftritts oder der Gestaltung von Flyern oder Prospekten münden.

Frauke Neumann und Thilo Jantz von der Werbeagentur zeigten in jedem Fall schon mal auf, dass das Markenzeichen für alle Absender, Zielgruppen und Absender gleich sein muss. Es besteht aus einer Bild- und Wortmarke und einem Claim (Spruch), die eine untrennbare Einheit bilden. „Die Dachmarke einer Stadt erzählt idealerweise eine für alle Zielgruppen tolle, merkfähige, traditionelle und attraktive Geschichte“, gab Jantz den Forumsmitgliedern mit auf den Weg. Welche Story erzählt werden soll, steht noch in den Sternen. Immerhin wurde deutlich, was die Kreisstadt prägt. Für eine gute Geschichte könnte sich die Einbindung von Urgeschichte, Naturpark, historische Stadt, Gilde oder einfach die Fokussierung auf „Die Wildeshauser“ eignen. In diesem Zusammenhang muss sich die Stadt immer wieder fragen, welche Menschen sie mit ihrer Dachmarke interessieren möchte. Sind es eher Neubürger, interessierte Unternehmensgründer und -besitzer oder Touristen? Damit verbunden ist auch die Frage, wie sich die Stadt positionieren und entwickeln möchte. „Wir hoffen, am Ende einen Rahmen mit gestalterischen, verbalen und bildlichen Elementen festlegen zu können, durch den sich die Stadt markant und sympathisch nach außen darstellen kann“, so Baron, die ebenso wie die Forumsmitglieder gespannt ist auf neue Ideen.

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