Ausschuss berät über Geschwindigkeitsreduzierung vor dem Kindergarten

Einengungen sollen Tempo auf dem Twistringer Weg drosseln

Trotz der Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 wird auf dem Twistringer Weg oft zu schnell gefahren. - Foto: dr

WILDESHAUSEN - Vor knapp einem Jahr sorgte ein Bobbycar, das Anwohner als Warnhinweis am Twistringer Weg in Wildeshausen aufgestellt hatten, für einige Aufregung, weil es dort nicht stehen durfte. Das Spielzeugauto ist mittlerweile gestohlen worden. Doch das Anliegen der Bürger, für eine deutlichere Geschwindigkeitsbegrenzung zu sorgen, könnte nun Gehör finden. Die Verwaltung plant eine bauliche Verkehrsberuhigung.

Am Dienstag, 23. Mai, befasst sich der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt mit der Frage, ob auf der Strecke Einengungen installiert werden. Immer wieder hatten die Anwohner des Katenbäker Berges und des Twistringer Weges darauf hingewiesen, dass vor dem Kindergarten „Pusteblume“ häufig zu schnell gefahren wird, obwohl dort Tempo 30 gilt.

Die Stadtverwaltung hat sich den Bereich jetzt zusammen mit der Polizeiinspektion angesehen. Das Ergebnis der Prüfung: Zwei Einengungen vor und hinter dem Kindergarten wären denkbar und genehmigungsfähig. Ergänzend müsste jedoch eine neue Ortstafel auf dem Twistringer Weg in Fahrtrichtung Harpstedter Straße vor dem Kindergarten eine neue Ortstafel aufgestellt werden.

Derzeit ist der gesamte Weg als geschlossene Ortschaft ausgewiesen, allerdings liegen die rechtlichen Voraussetzungen dafür im Bereich zwischen Kindergarten und dem Beginn des Wohngebietes Katenbäker Berg wegen der freien Landschaft nicht vor. Dort soll dann Tempo 70 gelten.

„In Verbindung mit den Fahrbahneinengungen unterstreicht die Ortstafel den Wechsel in die geschlossene Ortslage und kann somit zu einer Temporeduzierung beitragen“, führt die Stadtverwaltung aus. Am Beginn der Bebauung Katenbäker Berg müsste dann allerdings auch eine geschlossene Ortschaft ausgeschildert werden. Hierfür müsste eine Ortstafel vor der Kurve am jetzigen Standort des Verkehrszeichens „30er-Zone“ auf beiden Fahrbahnseiten aufgestellt werden. Gleichzeitig wäre der Beginn der „30er-Zone“ in Richtung Kreuzung Katenbäker Berg/Hedwigsweg so zu versetzen, dass der Bolzplatz und die Haltestelle für den Bürgerbus innerhalb der Zone liegen.

Die Baukosten für die zwei Fahrbahnverengungen betragen bei klassischer Bauweise mit dem Aufschneiden der Asphaltfahrbahn und Beeten mit Hochbordabgrenzung laut Verwaltung rund 4 000 Euro. Wenn dort Kunststoffinseln, ähnlich der Einmündung Westertor auf der Deekenstraße, auf die Fahrbahn gedübelt werden, dürften die Kosten 8 000 Euro betragen.

Von Dierk Rohdenburg

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