Ob aus Norwegen, Frankreich oder Deutschland – Wohnmobilisten fühlen sich wohl

„Einen Hundepadd gibt es nicht sehr oft“

Die Familien Rosenbusch, Klok und Ahlrichs aus Wiefelstede ud Sande fühlen sich wohl auf dem Wildeshauser Stellplatz. Mit Fahrrädern wird immer wieder die Gegend erkundet. - Fotos: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Sie haben schon eine lange Strecke hinter sich gebracht, als sie den Wildeshauser Wohnmobilstellplatz erreichen: Anneliese und Carlo Wighus kommen aus Norwegen und sind begeistert von dem herrlichen Platz: „Wir sind zum ersten Mal hier und bleiben leider nur für eine Nacht.“ Gleich neben ihrem Mobil haben Gäste aus Frankreich Station gemacht.

Der Stellplatz liege sehr schön und sei sehr sauber, sind sich die Eheleute einig. „Es ist schön hier, auch wenn die Autos von der Straße her zu hören sind, habe ich sehr gut geschlafen“, sagt Anneliese Wighus. Nun gehe es weiter in Richtung Niederlande. „Wir wollen dann noch nach Belgien, Luxemburg und an die Mosel. Wir sind etwa vier Wochen unterwegs“, sagt der Ehemann.

Anneliese und Carlo Wighus kommen aus Norwegen und haben nur eine Nacht in der Kreisstadt verbracht.

Voll des Lobes sind die Familien Rosenbusch und Klok aus Wiefelstede sowie die Familie Ahlrichs aus Sande, die gemeinsam mit ihren Mobilen auf Tour sind und es sich davor gemütlich gemacht haben. „Wir kommen aus USA, unserem schönen Ammerland“, scherzt Klok. Vorgesehen seien drei Nächte. „Und dann schauen wir mal, wo es dann noch hingeht“, erzählt Heinz-Hermann Rosenbusch. Der Platz sei wirklich sehr gut: „Wir waren schon fast 20 mal hier. Nach der Umgestaltung ist die Anlage noch reizvoller geworden.“

„Es ist hier sehr schön, wir machen gerne Radtouren. Dazu bietet sich die Gegend sehr gut an, zumal die Wege einfach gut zu befahren sind. Wir sind jetzt zum zweiten Mal hier und haben schon einiges erkundet“, betont Gerda Ahlrichs.

„Prima ist auch, dass wir von hier aus sehr schnell in der Stadt sind, um einzukaufen. Solch ein Platz wird in der Tat nur selten geboten“, sagt Marga Klok. Die Stadt habe sich wirklich Gedanken gemacht, als der Platz angelegt worden sei: „Nicht nur die Radwege sind toll, auch der Hundepadd, der angelegt wurde, kommt vielen Wohnmobilisten entgegen. So etwas gibt es nicht oft.“

Einig waren sich die drei Familien darin, dass der Platz nicht nur ausgesprochen ruhig gelegen, sondern auch sehr günstig sei: „Für fünf Euro gibt es auch noch den Strom dazu. „Vielleicht sollten die Verantwortlichen überlegen, ob sie hier nicht noch ein Toilettenhäuschen bauen. Die Kosten könnten über eine moderate Erhöhung der Gebühren sicherlich wieder eingefahren werden“, meint Gerda Ahlrichs. Sie würde dafür gern etwas tiefer in die Tasche greifen.

„Mir ist schon mehrfach aufgefallen, dass Camper für eine Nacht kommen, nicht bezahlen und am frühen Morgen wieder abfahren“, betont Rosenbusch. „Hier sollte noch besser kontrolliert werden.“

Mit diesem Thema haben wir die Leiterin des Verkehrsbüros, Claudia Olberding, konfrontiert. Sie berichtet, dass sehr wohl regelmäßige Kontrollen durchgeführt würden: „Allerdings fahren einige sehr früh am Morgen wieder ab. Die gehen uns dann in der Tat durch die Lappen. Zum Thema „Toilettenhäuschen“ weiß Olberding, dass in diesem Punkt derzeit nichts vorgesehen ist: „Wir haben ja auch das Problem, dass es keinen Platzwart gibt, der sich dann darum kümmern könnte.“ Zur WLAN-Möglichkeit auf dem Platz, was auch von einigen Gästen gewünscht wird, gibt es jedoch eine positive Nachricht: „Ich denke mal, dass das bald kommen wird.“

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