Einen der ältesten Brunnen Wildeshausens repariert/Pfingstclub als Pate

Kantorspumpe fördert wieder frisches Wasser

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Franz Duin (r.) trinkt das erste Brunnenwasser und Klaus Stölting holt eine Gießkanne voll für den Bibelgarten.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Kan-torspumpe in unmittelbarer Nähe zur Alexanderkirche ist eine der ältesten Pumpen der Wittekindstadt. Lange Zeit funktionierte sie nicht mehr. Doch nun fließt wieder Wasser aus dem Hahn. Am Freitagabend wurde das Projekt vorgestellt.

„Der Brunnen dürfte einer der ersten seiner Art sein“, sagte Franz Duin von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. In der Zeit vom 12. bis 18. Oktober 1755 wurde er gebohrt und gebaut und versorgte den gesamten Bereich Zwischenbrücken. Der herrschaftliche Brunnen war einer der 17 ersten öffentlichen in Wildeshausen. Die Stadt erfasste die Kantors-pumpe offiziell im Jahr 1854 als „herrschaftlichen Brunnen vor der Kantorswohnung“. Zu diesem Zeitpunkt befand sich diese Wohnung an der Südseite und die Küsterwohnung an der Nordseite des Remters.

„Mit vereinten Kräften und handwerklichem Geschick ist es gelungen, die historische Pumpe wieder in Funktion zu setzen“, freute sich Duin.

Der alte und funktionsunfähige Ansaugzapfen sei handwerklich aus einem Kunststoffblock gedreht, mit Lederlappen versehen und an die alte Hubstange angesetzt worden. Der Kupferauslauf, der beim Nachbarn Piening gelagert hatte, war noch funktionsfähig und konnte sofort wieder seinen Dienst aufnehmen.

Die Beteiligten berichten, dass schon nach wenigen Pumphüben das Wasser floss. Es hat sogar Trinkqualität, so dass der Verkehrsverein einen Schlüssel erhielt, um bei Gästeführungen Wasser auszuschenken. Tagsüber kann ohnehin von jedem gepumpt werden. Erst zum Feierabend schließt der Küster die Pumpe ab.

Am Abend trat der Gildeclub „Die lustigen Pfingstbrüder“ vor dem Brunnen an und stellte die restaurierte Pumpe vor. Die Gruppe möchte die Patenschaft für den Brunnen übernehmen und sich um den technischen Zustand kümmern. Anschließend marschierte die Truppe zum Rockappell ins Restaurant Wolters.

Duin: „Es ist zu begrüßen, dass auch auf diese Weise der christliche Ursprung der Gilde wieder neu belebt wird.“ Auch Pastorin Beatrix Konukiewitz lobte das Engagement für den Brunnen. „Dort ruht man aus und schöpft neue Kraft.“ Die Gilde sei ja ohnehin dafür bekannt, Frohsinn mit vernünftigen Inhalten zu verbinden – gerne auch mit Flüssigkeit. „Hier ist es allerdings nur Wasser“, erklärte sie. Unterdessen schenkte das „Alte Amtshaus“ Bier für alle aus.

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