Nach jahrelanger Planung soll in diesem Jahr die Hunte auch in Wildeshausen durchlässig werden

Eine Treppe für die Lachse

In der Regel ist der Höhenunterschied am Wasserwerk in Wildeshausen erheblich und für Fische nicht zu überwinden.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Das Wasser steht zurzeit hoch in der Hunte. Dennoch haben Fische und andere Flusslebewesen keine Chance, vom Dümmer zur Mündung und zurück zu gelangen. In Wildeshausen stellt sich ihren Wanderbestrebungen ein unüberwindliches Hindernis entgegen: das Wasserkraftwerk.

Doch in diesem Jahr wird es voraussichtlich Besserung geben. Lange geplant, könnte nun endlich eine Fischtreppe am Wasserwerk installiert werden. „Wir stehen Gewehr bei Fuß“, sagt Herma Heyken, Pressesprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Wenn die Einplanungsverhandlungen im Frühjahr mit dem Umweltministerium positiv verlaufen, könnte das Vorhaben noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Grundsätzlich gehe sie davon aus, dass es einen positiven Bescheid geben werde.

Ursprünglich sollte schon im Jahr 2009 Baubeginn für das Projekt sein. Die Fischtreppe gehört zu einer Gesamtmaßnahme, die Durchlässigkeit der Hunte für Wasserlebewesen zu erhöhen. Insbesondere Lachse würden davon profitieren. Die Fische kehren zum Laichen an die Stätte ihrer Kindheit zurück. Doch das Wasserkraftwerk in Wildeshausen ist für sie noch schier unüberwindbar.

Die Durchlässigkeit der Hunte ist mittlerweile an vielen Stellen wieder gewährleistet. Bereits vor fünf Jahren wurde eine Fischtreppe am Hunte-Wasserwerk in Oldenburg in Betrieb genommen. Auch in Pestrup und Goldenstedt wurden Maßnahmen abgeschlossen. In Wildeshausen wurden in den vergangenen Jahren mehrere Varianten geprüft. Nun ist aber geklärt, dass die Treppe über das Gelände des Wasserkraftwerkes geführt werden soll. Die Kosten belaufen sich auf etwa 650 000 Euro.

Nicht unmittelbar zu dem Programm, das in zwei Jahren komplett abgeschlossen werden soll, gehören die Hunte-Verlegung an der Aschenbeckschen Insel, die bereits erfolgt ist. Auch am Ostrittrumer Mühlenbach ist jetzt eine Fischtreppe angelegt worden.

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