Moto-Cross-Club beendet Saison mit Jahresabschluss-Rennen

Eine Stunde lang auf der Strecke

Die Nachwuchs-Sieger: Kevin Voskuhl (Platz eins), Karl Schröder (Platz zwei) und Marlon Hadeler (Platz drei). - Fotos: Beumelburg

Aumühle - Von Jörg Beumelburg. Mit gleich zwei Rennen beendete am Sonnabend der Moto-Cross-Club Wildeshausen (MCC) auf seiner Rennstrecke in Aumühle seine Saison. Am Vormittag ließen die waghalsigen Motocross-Nachwuchs-Sportler ihre Maschinen letztmalig für die Saison 2016 über die Strecke knattern. Die Fahrer traten in Teams gegeneinander an. Sie mussten zwei Strecken fahren, die es in sich hatten. Bei den Erwachsenen traten am Nachmittag 28 Fahrer aus dem gesamten norddeutschen Raum in 14 Teams gegeneinander an.

Die Beteiligung unter den jüngsten Rennsportlern war nicht ganz so hoch. Sie lieferten sich dafür aber ebenso faire wie spannende Wettkämpfe: Mit viel Respekt voreinander sowie vor dem Sport und dennoch mit Feuereifer waren sie dabei. Mit den Ergebnissen zeigte sich der Rennleiter und Organisator Burkhart Sprecher überaus zufrieden.

Die Strecken hatten es in sich – und die Moto-Cross-Konkurrenten gönnten sich nichts.

Drei Wochen hatte er gebraucht, um das Jahresabschlussrennen auf die Beine zu stellen. Statt Teambewertungen gab es für die Nachwuchsaktivisten im Alter von zehn bis 13 Jahren, die mit ihren 85-Kubik-Maschinen starteten, Einzelbewertungen. Kevin Voskuhl absolvierte 24 Runden und fuhr mit der Bestzeit Platz eins ein. Neben ihm durfte Karl Schröder auf das Siegertreppchen steigen. Er hatte zwar ebenso 24 Runden erfolgreich absolviert; mit einem Abstand von 24 Sekunden zum Sieger erreichte er jedoch „nur“ Platz zwei. Ein erfolgreiches Rennen lieferte auch Marlon Hadeler ab. Er schaffte es mit 19 Runden auf den dritten Platz.

Marlon fährt seit seinem fünften Lebensjahr auf seinem Cross-Bike, einer Kawasaki KX 85. „Das ist schon eine coole Sache. Aber die Angst um mein Kind ist doch immer dabei. Mit seinem Vater Roland hat er allerdings einen guten Fahrtrainer“, berichtete Marlons Mutter Martina Hadeler.

Ganz anders zur Sache ging es dann am Nachmittag. Bei den Erwachsenen gingen 28 Fahrer in 14 Teams an den Start. Sie waren aus dem gesamten norddeutschen Raum, unter anderem aus Nordrhein-Westfalen oder auch von der Nordseeküste, angereist, um ihre Talente in Aumühle zum Saisonabschluss noch einmal zu beweisen.

Bei dem Rennen gingen Maschinen in unterschiedlichen Klassen – von 85 bis hin zu 450 Kubik – an den Start. Eine Stunde lang mussten die einzelnen Fahrer durchhalten, um auf die vorderen Plätze zu kommen. Danach wurden sie vom jeweiligen Teamkollegen abgelöst, und das Rennen startete somit in die zweite Runde. Auf der Piste ging es rasant zu; die Fahrer gönnten sich nichts. Alle Teilnehmer zeigten sich hoch motiviert. Mehr als 30 Zuschauer genossen diese herausragende Show.

„Natürlich haben bei uns Sicherheit und Fairness stets oberste Priorität. Wer sich nicht an die Spielregeln hält, wird sofort ermahnt“, sagte Burkhart Sprecher. Das jedoch war an diesem Tag nicht notwendig.

Die Strecken hatten es in sich – und die Moto-Cross-Konkurrenten gönnten sich nichts.

So zeigte sich auch Roland Hadeler, der als Rettungsassistent den Sanitätsdienst abdeckte, zufrieden. „Bis auf kleine Blessuren, bei denen wir lediglich einige Pflaster aufkleben mussten, ist nichts passiert. Kein Unfall oder dergleichen“, sagte er.

Ein Rennen zum Abschluss eines jeden Jahres zu veranstalten, hat in Aumühle seit 1996 Tradition. Mit 92 Runden konnte sich diesmal am Ende das Team aus Daniel Wewers aus Dülmen mit seiner Suzuki 450 und Christian Sieme aus Osnabrück mit seiner Yamaha 250 durchsetzen. Sie erreichten den ersten Platz, gefolgt von Alexander Farkas aus Emmerich mit seiner Yamaha 450 und Oliver Gottbehütt aus Ueden mit seiner Kawasaki 450. Die beiden schafften 88 Runden. 

Auf den dritten Platz gelangte die einzige Frau Gina Marie Piepke aus Bad Salzuflen mit ihrer Suzuki 250 zusammen mit ihrem Teamkollegen Julian Hagemeier aus Löhne mit seiner Yamaha 250. Das Team absolvierte 84 Runden. Piepke saß schon als Kind auf einer Cross-Maschine. Als Heranwachsende setzte sie längere Zeit aus. Seit 2011 sitzt sie nun wieder fest im Sattel.

Die Saison ist somit für die Fahrer wieder einmal erfolgreich abgelaufen. Was aber nicht heißt, dass bei gutem Wetter auf der mitten in der Natur gelegenen Piste nicht zu Trainingszwecken weiter gefahren werden kann.

Mehr zum Thema:

Riesenjubel in Grün-Weiß

Riesenjubel in Grün-Weiß

Bayern nach Leipzig-Patzer wieder vorn

Bayern nach Leipzig-Patzer wieder vorn

DHB-Frauen starten mit Sieg in EM-Hauptrunde

DHB-Frauen starten mit Sieg in EM-Hauptrunde

Weihnachtsmarkt in Sankt Hülfe/Heede

Weihnachtsmarkt in Sankt Hülfe/Heede

Meistgelesene Artikel

Überregionales Unternehmen möchte nach Wildeshausen

Überregionales Unternehmen möchte nach Wildeshausen

Verstärkung für das Frauenarzt-Team im Johanneum

Verstärkung für das Frauenarzt-Team im Johanneum

Und wieder hat’s gekracht, diesmal heftig

Und wieder hat’s gekracht, diesmal heftig

Kommentare