Niklas Reimann von Hermes Systeme arbeitete vier Wochen in England

„Eine solche Chance gibt es nur einmal im Leben“

Ingo Hermes (Geschäftsführer), Niklas Reimann, Hendrik Jüchter und Kirsten Grundmann von der HWK (von links).

Wildeshausen -  Als Niklas Reimann, Auszubildender zum Elektroniker für Automatisierungstechnik bei Hermes Systeme in Wildeshausen, den Anruf von Ausbildungsleiter Hendrik Jüchter bekam, war er nach eigener Aussage zunächst sehr überrascht und noch etwas zögerlich: „Herr Jüchter hatte mir angeboten, dass gerade ich aus den Reihen der 24 Auszubildenden für vier Wochen nach Totnes in England gehen darf.“

Mittlerweile ist der Azubi wieder zurück in der Kreisstadt und hält stolz den „Europass“ in den Händen, während er erzählt. „Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet“, so der Auszubildende im dritten Lehrjahr. Doch dann habe er sich einen Ruck gegeben und zugesagt: „So eine Chance gibt es schließlich nur einmal im Leben.“

Gefördert wurde die Aktion durch das „Erasmus+“-Programm. „Den Kontakt mit der Sprachschule in England, die auch das Praktikum organisiert, hat die Handwerkskammer Oldenburg hergestellt. Außerdem hat sie das Organisatorische rund um das Fördergeld in die Wege geleitet.“ Den Zeitpunkt für die Reise konnte er selber wählen, die Hin- und Rückreise musste er zudem planen und buchen.

„In Totnes wurde ich sofortherzlich von meiner Gastfamilie aufgenommen und ins Familienleben integriert“, erzählt Reimann. „Ich hatte mein eigenes Zimmer im Haus und von dort aus einen tollen Blick auf den Stadtteil Bridgetown. Das Haus habe relativ nah am Stadtzentrum gelegen, sodass es nur etwa zehn Minuten Fußweg bis zu Sprachschule „English in Totnes“ waren, die er für eine Woche besucht habe, um die Englischkenntnisse aufzufrischen: „Das richtige Anwenden von Zeitformen, Satzaufbau sowie das Kommunizieren in verschiedenen Situationen standen auf dem Plan.“

Mechanische Arbeiten an der Tagesordnung

Seinen Praktikumsplatz hatte der Wildeshauser in der Stadt Newton Abbot, in die er täglich mit dem Bus fahren musste. „Es war ein Maschinenbauunternehmen, das Schneidemaschinen, Pressen und Stanzen herstellt“, so der Azubi. Zu seinen Aufgaben gehörten einerseits die Montage von Sensoren, Leitungen, pneumatischen Systemen und die Verdrahtung von Schaltschränken: „Andererseits hatte ich auch viele mechanische Arbeiten zu erledigen. So zum Beispiel das Fertigen von Maschinenteilen und Wellen sowie das Montieren von Lagern. Mir haben diese berufsübergreifenden Arbeiten gefallen.“

In seiner Freizeit hat Reimann an einigen Veranstaltungen teilgenommen, die von der Sprachschule auf die Beine gestellt wurden. „Wir haben einige Trips zu den Sehenswürdigkeiten in Totnes und dem Umland unternommen. Aber auch mit Freunden war ich hin und wieder auf Tour. Unter anderem waren wir einen Tag am Strand, der nur ein paar Kilometer entfernt war.“

Für den Auszubildenden war diese Reise nachhaltig: „Ich denke, dass sie mich in vielerlei Hinsicht weiter gebracht hat. Sowohl handwerklich als auch sprachlich. Natürlich auch auf menschlicher Ebene.“ Trotz des Lebens in der Gastfamilie sei er in vielen Situationen auf sich gestellt gewesen: „Dann musste ich eben meine eigenen Entscheidungen treffen. Dabei lernt man, mit den verschiedensten Situationen umzugehen und Lösungen für alle möglichen Probleme zu finden.“ Er könne jedem empfehlen, eine solche Chance wahrzunehmen: „Ich bin dankbar, dass mir unsere Firma das geboten hat.“ 

eb/jd

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