16-Jährige findet Stammzellenspender

Eine große Chance für Fenja

Für die 16-jährige Fenja kann alles wieder gut werden.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Unglaubliches Glück für die 16-jährige Fenja aus Wildeshausen: Die Schülerin, die an einem Myelodysplastischen Syndrom (MDS), einer bösartigen Erkrankung des blutbildenden Systems, leidet, hat einen „genetischen Zwilling“ gefunden, der ihr Stammzellen spendet. Damit könnte ihr Leben gerettet werden.

Noch vor kurzem musste ihr Arzt eine klare Diagnose stellen: „Wenn kein Stammzellspender gefunden wird, wird Fenja ihr Abitur in zwei Jahren nicht mehr schreiben.“ Dann überschlugen sich die Ereignisse, und seit dem vergangenen Wochenende weiß Fenja, dass es wieder Hoffnung auf Heilung gibt. „Fast fünf Monate musste ich hoffen und bangen. Es war eine furchtbare Zeit der Ungewissheit, die ich wirklich keinem wünsche“, so die Schülerin. Ihre Mutter Gunda fügt hinzu: „Fenja erhält durch einen wildfremden Menschen eine Chance auf Leben. Jeder andere Betroffene hat diese Chance auch verdient.“

Deshalb wird die für heute in der Zeit von 14 bis 20 Uhr in der Wallschule in Wildeshausen geplante Typisierungsaktion selbstverständlich dennoch durchgeführt. Fenja wird vor Ort sein, auch Bürgermeister Kian Shahidi kommt gegen 14 Uhr zum Auftakt der Veranstaltung.

Mitmachen kann jeder zwischen 18 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung werden dem Spender fünf Milliliter Blut abgenommen, das dann auf seine Gewebemerkmale untersucht wird. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion typisieren ließen, brauchen nicht erneut an der Registrierung teilnehmen. Ihre Daten stehen weiter für alle Patienten zur Verfügung.

„Schieben Sie das Thema nicht vor sich her. Auch wir dachten immer, das passiert doch nur anderen. Doch Sie täuschen sich: Es kann jeden treffen“, sagt Fenja, die zwar eine Lebenschance erhalten hat, aber noch einen schweren Weg gehen muss. Nächste Woche unterzieht sie sich der Chemotherapie und der anschließenden Transplantation. Dann heißt es „Daumen drücken“, damit alles gut geht und die Stammzellen angenommen werden.

Nach Angaben der Deutschen Knochenmarkspenderdatei ist es nicht leicht, überhaupt einen passenden Spender zu finden.

Damit eine Transplantation erfolgreich durchgeführt werden kann, müssen die Gewebemerkmale des Spenders nahezu hundertprozentig mit denen des Patienten übereinstimmen. Solche Übereinstimmungen sind äußerst selten, da über 3 600 verschiedene Gewebemerkmale bekannt sind, die in Abermillionen Kombinationen auftreten.

„Ich hoffe, dass heute viele Menschen mitmachen und sich typisieren lassen, damit in Zukunft noch mehr Erkrankte eine Überlebens-chance erhalten“, sagt Fenja. Deshalb sei es wichtig, dass sich viele Menschen als potenzielle Spender in die Kartei aufnehmen lassen. Nur wer registriert und typisiert sei, könne auch als Spender gefunden werden.

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