Kunst-Allee ensteht bis Ende des Jahres

Bildhauer gestalten einen Skulpturen-Pfad auf Gut Spasche

An dieser Allee werden die Skulpturen aufgestellt. Dafür arbeiten Henning Emler von Maydell (Gut Spasche), Künstlerin Anne Hollmann, Petra Vollmann, Christiane Meyerjürgens (beide Gut Spasche) und Künstler Till Gerhard (von links) zusammen.
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An dieser Allee werden die Skulpturen aufgestellt. Dafür arbeiten Henning Emler von Maydell (Gut Spasche), Künstlerin Anne Hollmann, Petra Vollmann, Christiane Meyerjürgens (beide Gut Spasche) und Künstler Till Gerhard (von links) zusammen.

Wildeshausen – Vor allem am Wochenende gehen viele Wildeshauser auf dem idyllischen Waldgelände der Privatschule Gut Spascher Sand spazieren. Bald erwartet sie dort etwas Neues, denn in den kommenden Monaten entsteht ein Skulpturen-Pfad an einer Allee zwischen dem Kindergarten und der Kunstscheune.

Die Idee dazu spukte Geschäftsführer Henning Emler von Maydell schon länger im Kopf herum, und als dann zu Beginn der Pandemie klar war, dass die Kunstschaffenden besonders leiden und es nicht gerade üppige Hilfen für sie gibt, meldete er sich bei Anne Hollmann.

Die Ostrittrumerin kannte von Maydell schon und schnell war sie an Bord, wandte sich an weitere Künstler. Neun sind jetzt zusammengekommen. Jeder fertigt eine Skulptur an – aus Glas, Keramik, Holz, Beton und anderen Werkstoffen.

Mit dem Pfad haben die Künstler die Möglichkeit, dauerhaft ihre Werke zu präsentieren und vor allem einen Auftrag – denn die Privatschule warb über die Oldenburgische Landschaft 18 000 Euro Fördergelder vom Land Niedersachsen ein, die in voller Höhe an die Beteiligten weitergegeben werden. Das heißt, jeder Teilnehmer erhält 2 000 Euro. Ein nicht zu unterschätzender Betrag in Zeiten, in denen die Künstler keine Kurse geben können und auch tendenziell weniger verkaufen, weil es nicht mehr so viele Ausstellungen und erst recht keine Vernissagen gibt.

„Kontakte, Menschen, Austausch und auch Einkommen – all das fehlt gerade“, sagt Hollmann, die sich auf dieses neue Projekt freut. Dabei sind die neun Künstler nur ein Anfang. So könnte in Zukunft auch ein größeres Netzwerk daraus werden.

Neben Hollmann ist auch Till Gerhard mit dabei, der vor ein paar Jahren von Hamburg nach Huntlosen gezogen ist. Hauptsächlich malt er und fertigt Installationen, gestaltet aber auch Skulpturen. Bis zur Pandemie stellte er seine Werke meist international aus und verkaufte sie auch auf diesem Wege – diese Möglichkeit gibt es zurzeit so nicht mehr. Notgedrungen widmete sich der Huntloser zuletzt verstärkt dem Internet. Das laufe auch gut, sagt Gerhard. „Aber das, was jetzt hier passiert, das Zusammenwirken von Natur und Menschen, ist natürlich das Gegenteil.“

Außer Gerhard und Hollmann sind folgende Künstler mit von der Partie: Beate Kuchs und Christa Müller aus Oldenburg, Martin McWilliam aus Sandhatten, Markus Keuler, Klaus Effern und Annegret Kon aus Bremen und Robert Czieslik aus Groß Ippener.

Für von Maydell ist der Skulpturen-Pfad, der spätestens bis Ende des Jahres fertig und im kommenden Frühjahr groß eröffnet werden soll, ein weiterer Schritt, um sich als Privatschule der Stadt Wildeshausen zuzuwenden. Pläne für ein kleines Kunstcafé auf dem Gutsgelände gibt es ebenfalls, aber wegen der Pandemie liegen diese erst einmal auf Eis.

Außerdem sollen auch die Schul- und Kindergartenkinder etwas von dem Projekt haben. Atelierbesuche oder sogar das gemeinsame Arbeiten an den Skulpturen könnten möglich sein – sofern sich die allgemeine Lage in den kommenden Monaten etwas entspannt.

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