1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Oldenburg
  4. Wildeshausen

„Ein Gewinn für die Innenstadt“

Erstellt:

Von: Dierk Rohdenburg

Kommentare

Das derzeitige Bild mit dem Häuserensemble der Kleinen Straße.
Das derzeitige Bild mit dem Häuserensemble der Kleinen Straße. © dr

Wildeshausen – Der Rat der Stadt Wildeshausen hat entschieden, das Haus an der Kleinen Straße 14 an den Wildeshauser Investor Timo Poppe zu verkaufen, der bereits aus privater Hand das nebenanliegende Ensemble mit der Nummer 12 erworben hat. Der Verkaufspreis beträgt 110.000 Euro, wenn nicht per Verkehrsgutachten ein höherer Wert festgestellt wird.

Die Entscheidung fiel am Donnerstagabend nahezu einstimmig. Es gab jedoch vorher eine längere Diskussion. Bodo Bode von pro-Wildeshausen meldete Aufklärungsbedarf an, weil ein anderer Interessent im Vorfeld nicht zum Zuge gekommen war. Auch Karl Schulze Temming-Hanhoff (fraktionslos) kritisierte, dass die Interessenten nicht gleichberechtigt behandelt worden seien. Jens-Peter Hennken (CDW) monierte „fehlende Transparenz“.

Die Diskussion entzündete sich an der Frage, ob durch den Erhalt des Hauses eine zweite Zufahrt zum im Hof liegenden Parkplatz sowie dem Wochenmarkt verhindert wird. Diese Route war das Anliegen des zweiten Investors gewesen, der deshalb einen Abriss der Nummer 14 geplant hatte.

Steit über zweite Zuwegung zum Parkplatz

„Auch heute ist noch eine zweite Zuwegung über andere Grundstücke möglich“, erklärten Wolfgang Sasse (CDU), Stephan Dieckmann (SPD) und Bürgermeister Jens Kuraschinski.

Rainer Kolloge (UWG) verwies darauf, dass die Front in Richtung Stellmacherplatz „die letzte historisch vollständig erhaltene Häuserzeile in Wildeshausen“ sei. „Bei dem Plan von Poppe handelt es sich um ein echtes Leuchtturmprojekt. Das bedeutet einen großen Gewinn für die Innenstadt.“

Dieckmann erklärte: „Wir sollten frohlocken, dass es hier einen Käufer gibt“, und Matthias Kück (UWG), der als Kind vor dem Haus gespielt hatte, betonte: „Ich war begeistert von den Planungen. So was kann nur ein Wildeshauser machen, der die Stadt kennt.“ Marko Bahr (FDP) hingegen war der Ansicht, dass die Stadt das Gebäude unter der Voraussetzung, dass es erhalten bleibt, an den Meistbietenden veräußern soll, um möglichst viel Geld zu erhalten.

Das derzeitige Bild mit dem Häuserensemble der Kleinen Straße.
Das derzeitige Bild mit dem Häuserensemble der Kleinen Straße. © dr

Der Verkauf wurde jetzt nur unter der Voraussetzung genehmigt, dass das Gebäude saniert wird. In diesem Zusammenhang ist von der Stadt geplant, den Stellmacherplatz aufzuwerten. Der Bürgermeister sprach von einer „städtebaulichen Bedeutung“ des Bereiches.

Poppe freute sich am Abend über die Verkaufsentscheidung. Wie das Gebäude zukünftig genutzt werden soll, ist noch nicht geklärt. Denkbar wäre an der Stelle auch ein kleines Café. Zunächst solle aber erst einmal die Sanierung des Hauses erfolgen, so der Investor.

Auch interessant

Kommentare