Ende einer Partnerschaft vor dem Amtsgericht

Eifersucht: Handy ins Wasser geworfen

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Symbolbild

Wildeshausen - Vier Jahre Partnerschaft endeten mit bitterer Note. Ein 37-jähriger Wildeshauser und seine ehemalige Freundin, 39 Jahre alt, trafen sich zum Abschluss vor dem Amtsgericht, weil der Vorwurf der Körperverletzung verhandelt werden musste.

Die beiden sahen sich nicht mehr in die Augen. Am Ende warf die Frau ihrem Ex eine Tüte mit seinen Habseligkeiten auf den Tisch und ging ohne Gruß. Zu einer Verurteilung kam es jedoch nicht. Das Verfahren wurde eingestellt, denn offenbar hatte es gegenseitige Provokationen der beiden alkoholisierten Personen gegeben, die nicht in Schlägen ausarteten. Ob die leicht blutende Schürfwunde der Frau von einem Sturz herrührte, ließ sich ebenfalls nicht klären. Der Angeklagte beteuerte, nicht geschlagen zu haben, während das mutmaßlich Opfer von viel Blut sprach und meinte, dass es gegen ein Möbelstück geschubst worden sei und sogar kurz bewusstlos war.

Der 37-Jährige nahm das mit Kopfschütteln auf. Er wunderte sich ohnehin, was er vor Gericht sollte. Während die Staatsanwältin die Körperverletzung angeklagt hatte, berichtete er von einem recht harmlosen Abend am 5. September, an dem er von der Arbeit in die gemeinsame Wohnung zurückgekehrt sei. Die Tochter der Freundin habe Geburtstag gehabt. Man habe getrunken, die Frauen Bier und Sekt, für ihn stand eine Flasche Weinbrand bereit, die er nach eigenen Angaben zur Hälfte leerte. Die Tochter verließ dann die Wohnung. „Ich musste auf Toilette, und als ich zurückkam, hatte sie mein Handy gegriffen“, berichtete der Angeklagte mit Bick aufdie Partnerin. Das sei wohl zum wiederholten Male aus Eifersucht geschehen. Denn, so der 37-Jährige, seine Frau habe an andere Frauen, mit denen er Kontakt hatte, geschrieben, dass sie ihn in Ruhe lassen sollten. Später sagte sie tatsächlich aus: „Er hat mit komischen Weibern geschrieben.“

Es kam jedenfalls nach übereinstimmenden Angaben zu einem Gerangel, bei dem die Frau das Handy in einen Wasserbehälter warf. „Ich habe sie geschubst. Sie ist dann weg, und ich habe mein Handy mit dem Fön getrocknet. Es war schon das dritte, das sie zerstören wollte“, so der Angeklagte.

„Wenn einem das Handy weggenommen wird, dann darf man es sich mit einfacher körperlicher Gewalt zurückholen“, stellte die Richterin fest. Sie und die Staatsanwältin konnten auch sonst keine strafbaren Handlungen erkennen, zumal auch das Opfer offensichtlich kein Interesse mehr an einer Verurteilung des ehemaligen Partners hatte. So durfte der 37-Jährige den Gerichtssaal ohne Strafe verlassen und kündigte an, dass er dabei sei, ein neues Leben anzufangen. Er habe den Kontakt zu seiner Tochter und deren Mutter wieder aufgenommen.

dr

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