Ehrenamtsagentur lädt engagierte Bürger ein/ Viele Einsatzgebiete in der Stadt/Aus Engagement entsteht manchmal Freundschaft

Leckeres Essen für Freiwillige, die Wildeshausen „ein Gesicht“ geben

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Dieter Brüggmann (stehend) begrüßte die Freiwilligen.

Wildeshausen - Zum dritten Mal hatte die Freiwilligenagentur Wildeshausen „mischMit!“ am Donnerstagabend zum „Freiwilligen-essen mit Zwiebelkuchen und Federweißer“ eingeladen.

Zahlreiche Ehrenamtliche und Vertreter von kooperierenden Einrichtungen trafen sich im Lehrrestaurant der BBS des Landkreises Oldenburg, um sich in gemütlicher Atmosphäre auszutauschen.

Die geschmackvolle Dekoration der Tische hatten die Schüler der BBS gefertigt, für den Zwiebelkuchen zeigte sich Hans – Christian Vogelsang, Betreiber der beiden Autobahnraststätten in Wildeshausen, verantwortlich.

„Wir wollen lecker essen, ein bisschen trinken und viel reden“ begrüßte Dieter Brüggmann Vorsitzender der Freiwilligenagentur, die Ehrenamtlichen. Aus seiner Willkommensrede wurde schnell eine Dankesrede, da mit dem Engagement der Anwesenden Hilfe, Miteinander und Zivilcourage in Wildeshausen ein Gesicht bekommen.

Vom Lesepaten in den Grundschulen über Begleitung zu Gottesdiensten oder Arztbesuchen, bis hin zum Fahren des Bürgerbusses, all das und noch viele mehr sind Einsatzgebiete der Wildeshauser Freiwilligen. „Wenn wir eine Arbeitsagentur wären, hätten wir mindestens 300 offene Stellen zu vermitteln“, so Brüggmann.

Dass durch ein Ehrenamt tolle Freundschaften entstehen können, berichteten Hedwig Jüchter und Maria Sackschewski. Beide hatten sich bei „mischMit!“ aus unterschiedlichen Gründen gemeldet. Jüchter, um in ihrer freien Zeit anderen zu helfen und Sackschweski, die auf Grund ihrer Behinderung im Pflegezentrum Johanneum lebt, einsam war und Gesellschaft suchte. Beide Damen gehen nun gemeinsam zu Veranstaltungen in der Stadt oder frühstücken zusammen.

Eine große Herausforderung ist die steigende Anzahl der Flüchtlinge. „Etwa 30 Interessenten gibt es schon, die in der Flüchtlingsarbeit mithelfen möchten“, informierte Brüggmann. „Wir legen großen Wert darauf, dass wir die Helfer bestmöglich vorbereiten, sie schulen und ihnen einen Rückhalt geben, wenn Schwierigkeiten auftreten.“

Auf die Frage, wo am meisten Hilfe notwendig ist, antwortete Thorben Kienert, Leiter der Geschäftsstelle: „Wir suchen dringend Sprachlern-Paten für die Schulen.“ Voraussetzung für eine solche Patenschaft seien Geduld, Einfühlungsvermögen und die Begeisterung, Menschen kennen lernen zu wollen. Wer keine Zeit hat, sich persönlich zu engagieren, aber trotzdem helfen möchte, kann spenden.

cr

www.mischmit.org

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