SPD würdigt freiwilligen Einsatz

Sozialministerin Carola Reimann in Wildeshausen

Mehr als 60 SPD-Mitglieder und Ehrenamtliche kamen zu der Veranstaltung.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Mit ihrem ersten Ehrenamtstag hat die SPD im Landkreis Oldenburg am Donnerstagabend den freiwilligen Einsatz vieler Bürger gewürdigt. Landes-Sozialministerin Carola Reimann (SPD) machte aus diesem Anlass während ihrer Sommerreise in Wildeshausen halt. „Ehrenamt ist nicht die stille Reserve des Sozialstaats“, stellte sie vor mehr als 60 SPD-Mitgliedern und Ehrenamtlichen klar.

Die Idee zu der Veranstaltung kommt von Matthias Kluck. Der Jungsozialist und Sozialdemokrat sitzt im Wildeshauser Stadtrat und organisierte gemeinsam mit seinen Genossen Gerrit Edelmann und Thore Güldner das Treffen im „Wildeshauser Hof“. Mit der Resonanz sei er zufrieden, so Kluck. „Es ist ja der Auftakt“, sagte er. Künftig will die SPD das Ehrenamt regelmäßig mit dieser Veranstaltung würdigen. Angedacht ist, damit durch die Gemeinden des Landkreises zu ziehen.

Eingeladen waren Ehrenamtliche von Vereinen oder Verbänden, die kreisweit, mindestens aber in zwei Orten aktiv sind. Gekommen waren unter anderem Vertreter des Landvolks, des DRK, der Tafel, der Ländlichen Erwachsenenbildung und des Kreisbehindertenrates.

Axel Brammer, Landtagsabgeordneter der SPD, erklärte: „Die Veranstaltung ist ein Dankeschön.“ Er forderte die Ehrenamtlichen auf, sich an seine Genossen zu wenden und zu sagen, „wo der Schuh drückt“. Als er selbst im Sportverein engagiert gewesen sei, habe er erlebt, wie es sich anfühlt, wenn einem niemand zuhört.

Der Landtagsabgeordnete Axel Brammer, die Niedersächsische Sozialministerin Carola Reimann und Juso-Vorsitzender Matthias Kluck (von links, alle SPD) in Wildeshausen beim ersten Ehrenamtstag der Landkreis-SPD.

Erst einmal hörten aber alle auf das Wort von Reimann. Die Ministerin, die gerade vom Besuch des Amts für Zuwanderung und Integration der Stadt Oldenburg kam, hob auf die gesellschaftliche Wirkung des Ehrenamts ab. Dieses stärke den sozialen Zusammenhalt und schaffe Identifikation mit der jeweiligen Gemeinde. „Aber es darf das Hauptamt nicht ersetzen“, so die Ministerin. Die Freiwilligkeit dürfe nicht erzwungen oder vorausgesetzt werden.

In Bezug auf die Integration von Flüchtlingen stellte sie fest, „dass Ehrenamtliche an ihre Grenzen kommen“. Es gebe ein Programm vom Land, um zu helfen, mit dem Frust umzugehen. Sie verwies auf moderierte Gruppengespräche.

Auch auf die älter werdende Bevölkerung kam Reimann zu sprechen. Senioren würden gebraucht, auch wegen ihrer vielen Erfahrungen. „Älter zu werden, kann der Beginn neuen Engagements sein“, zitierte sie den ehemaligen SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering.

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