Ehemalige Soldaten des Panzerartilleriebataillons 315 feiern Barbarafest

„Meine Dienstzeit will ich nicht missen“

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Die ehemaligen Soldaten des Panzerartilleriebataillons 315 kamen wieder in Wildeshausen zusammen, um zu feiern und in Erinnerungen zu schwelgen.

Wildeshausen - Die Stadt Wildeshausen hat bei vielen ehemaligen Soldaten des Panzerartilleriebataillons 315 einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nur zu gerne nehmen sie teilweise weite Fahrtstrecken auf sich, um gemeinsam zu Ehren ihrer Schutzpatronin, der Heiligen Barbara, in der Kreisstadt zu feiern. So auch am Freitagabend im Restaurant Wolters.

„Früher haben wir den Ehrentag feuchtfröhlich im Unteroffiziersheim gefeiert, bei dem auch der eine oder andere Sketch aufgeführt wurde“, erinnerte sich Organisator Detlef Mentel an die Zeit, bevor die Kaserne geschlossen wurde. Bis 2004 hielten die ehemaligen Berufs- oder Zeitsoldaten und Wehrpflichtige ihre Treffen dort ab.

Unter den Gästen war wie in jedem Jahr Joachim Heidbüchel aus Aachen. Er hatte in Wildeshausen von 1979 bis 1980 in der Wittekindkaserne seinen 15-monatigen Wehrdienst abgeleistet. Durch einen Zufall hörte er von den Jahrestreffen und war 2005 das erste Mal dabei. Mehr als 300 Kilometer muss er dafür zurücklegen. „Ich erinnere mich noch gerne an die Zeit als Wehrpflichtiger zurück. Ich habe mich in der Wittekind- und Garnisionsstadt richtig wohlgefühlt“, erzählte er. Und genauso wie ihm erging es vielen anderen Kameraden, beispielsweise dem damaligen Kommandeur und Oberstleutnant a.D. Hans-Henning Sturm. Er war in den Jahren von 1982 bis 1987 Hausherr des Panzerartilleriebataillons. „Es waren schöne Jahre, die mich geprägt haben. Nicht nur die Kameradschaft war ausgezeichnet, sondern auch von der Stadt war ich sehr angetan . Ich lebe seitdem in Wildeshausen“, zeigte sich der 75-jährige Pensionär begeistert. Viele Jahre verbrachte er zunächst auf der deutschen Artillerieschule, später war er für viereinhalb Jahre in Amerika. „Meine fünfjährige Dienstzeit in Wildeshausen möchte ich nicht missen. Nie wieder habe ich solch einen Zusammenhalt woanders erlebt“, fügte Sturm noch hinzu.

Doch nicht nur ehemalige Soldaten durften im leichten „Bieranzug“ an dieser Veranstaltung teilnehmen, sondern auch Zivilisten. Denn als das Bataillon noch in Wildeshausen stationiert war, wurde das Fest der Heiligen Barbara öffentlich mit einem Umzug durch die Stadt gefeiert. Dabei wurden dann auch besondere Persönlichkeiten zu Ehrenkanonieren ernannt.

jb

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